![]()
http://www.mediaculture-online.de
Autoren: Agentur Einsteinjahr 2005, Redaktionsbüro.
Titel: 'Aus Ihnen wird nie etwas, Einstein!'
Quelle: http://www.einsteinjahr.de/fileadmin/documents/EIN_04-057_Biographie_041105.PDF Berlin 2005.
Die Veröffentlichung erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.
Agentur Einsteinjahr 2005
„Aus Ihnen wird nie etwas, Einstein!“
Ich habe keine besondere Begabung, sondern bin nur leidenschaftlich neugierig. (Albert Einstein)
Albert Einstein wird als einziger Sohn des liberalen jüdischen Ehepaars Hermann und Pauline Einstein am 14. März 1879 in der Bahnhofstraße Nr. 135 in Ulm geboren. Er verbringt seine Kindheit in München, wo Vater und Onkel eine kleine elektrotechnische Firma besitzen. Schon früh lebt er in einer Gedankenwelt, die für ihn voller Wunder steckt. Zu den ersten dieser Wunder zählt der Kompass, den der Vater dem Vierjährigen zeigt. Wie kann eine Nadel sich immer nach Norden ausrichten, während alle anderen Gegenstände nach unten fallen?
Einsteins Mutter ist eine hervorragende Pianistin und vermittelt Einstein, als er sechs Jahre alt ist, die Liebe zur Musik und zur Geige – eine Leidenschaft, die ihn sein Leben lang begleiten wird. Mit zwölf Jahren ist er fasziniert von der euklidischen Geometrie und fragt sich immer wieder, wie ein so vollkommen klares und sicheres logisches System erdacht werden konnte. Wenige Zeit später macht er sich vertraut mit den Prinzipien der höheren Mathematik – Differenzial- und Integralrechnung. Im Gymnasium fühlt er sich eingeengt durch Disziplin und Strafe: Die Neugier des Forschens werde dort erdrosselt, schreibt er später. Lehrer meinen, aus Einstein werde nie etwas, weil er sich mit seinem Eigensinn nichts sagen lässt und unaufmerksam ist. Um der eisernen Schuldisziplin und der deutschen Wehrpflicht zu entgehen, verlässt er München 1895 ohne Abschlussprüfung und reist zu seinen Eltern, die kurz zuvor nach Mailand gezogen sind. Dort verbringt er die Zeit im Selbststudium, um sich für die Aufnahmeprüfung an der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) in Zürich vorzubereiten. Er schreibt seinen ersten naturwissenschaftlichen Essay über die Frage, wie sich der Äther in einem magnetischen Feld verhält. Im Alter von 17 Jahren schafft Einstein im zweiten Anlauf die Immatrikulation an der ETH in Zürich. Auch hier als Student zeigt er sich als „Eigenbrötler“: Er fehlt oft bei den Pflichtveranstaltungen, um zu Hause die Meister der theoretischen Physik zu studieren. Kurz nach dem Abschlussexamen schickt er seinen ersten wissenschaftlichen Artikel an die damals größte physikalische Fachzeitschrift Europas, die „Annalen der Physik“.
1896 gibt Einstein die deutsche Nationalität auf: Er wird Bürger der Schweiz. Nach zwei Jahren erfolgloser Suche findet er eine feste Stelle am Schweizerischen Patentamt in Bern.
Als Patentexperte 3. Klasse verbringt Einstein sieben glückliche Jahre in Bern. Frei von Geldsorgen kann er abends und an den Wochenenden seinen Interessen nachgehen. Er heiratet gegen den Wunsch seiner Eltern Mileva Marić, die er während des Studiums an der ETH kennen gelernt hat und mit der er zahlreiche physikalische Probleme diskutiert. Noch vor der Eheschließung wird die Tochter Lieserl (1902) geboren. Über das Schicksal des Kindes ist bis heute nichts weiter bekannt; Albert Einstein lernt sie nie kennen. Einsteins Äußerungen in Briefen an Mileva Mariċ lassen vermuten, dass Lieserl zur Adoption frei gegeben wurde. Aus der Ehe gehen zwei Söhne, Hans Albert (1904) und Eduard (1910) hervor. Zusammen mit seinen Freunden Paul Habicht und Maurice Solovine diskutiert Einstein in der selbstgegründeten „Akademie Olympia“ Probleme der Physik und der Philosophie. Ihre Gedanken kreisen um verschiedene offene Fragen: Sind Atome nun real oder sind es mathematische Fiktionen? Wenn es Atome wirklich gibt, wie kann man dann ihre Größe messen? Und wenn ihre Größe messbar ist, wird es dann möglich sein, auf der atomaren Ebene eine Erklärung für gewisse Phänomene zu finden, beispielsweise dafür, dass Wärme immer in Richtung auf einen kalten Gegenstand fließt und nie umgekehrt? Was ist eigentlich die Ursache von Elektrizität und Magnetismus? Welche Rolle spielen Elektronen und ihre Bewegungszustände dabei? Was hat es mit der Quantisierung der Absorption und Emission von Energie auf sich, die Max Planck 1900 postuliert hat? Ist tatsächlich die Energie quantisiert und wenn ja, gibt es sie dann in allen energetischen Prozessen? Das wäre ein Umsturz im physikalischen Weltbild!
Fragen über Fragen. Einstein sitzt oft stundenlang da und grübelt. Charakteristisch für seine Arbeitsweise ist, dass er stets versucht, Fragen von allen Seiten zu betrachten und von ganz unterschiedlichen Disziplinen her zu beleuchten. Auf diese Weise, als Querdenker im wahrsten Sinne des Wortes, findet Einstein den Schlüssel zur Auflösung vieler Fragen. Im „Annus mirabilis“ 1905 öffnet der 26-Jährige in kurzer Zeit mehr Horizonte in der Physik als irgendjemand vor ihm. So reicht er im März 1905 eine Schrift über die Strahlung und die energetischen Eigenschaften des Lichtes bei den „Annalen der Physik“ ein. Er erklärt darin den photoelektrischen Effekt. Für diese Arbeit wird er 1921 den Nobelpreis für Physik erhalten.
Im April 1905 schließt er seine 21-seitige Dissertation ab. Darin beschreibt er, wie man die absolute Atomgröße bestimmen kann. Mitte Mai liefert er erstmals die richtige Erklärung dafür, warum leblose Teilchen unter dem Mikroskop ganz feine ungeordnete Bewegungen ausführen, ein Phänomen, das auch als Brown’sche Molekularbewegung bekannt ist. Im Juni veröffentlicht er erstmals ein neues Prinzip, das er selbst als das „Relativitätsprinzip“ von Raum und Zeit beschreibt. Im September folgt der nächste Artikel zu dem, was wir heute die Spezielle „Relativitätstheorie“ nennen. Dieser enthält die wohl berühmteste aller Formeln: E = mc². Im Dezember schließlich führt er seine Gedanken über die Brown’sche Bewegung weiter aus.
Was kann nach so einem Wunderjahr noch folgen? Die Aufsätze stoßen in Fachkreisen zunächst auf wenig Aufmerksamkeit, beruflichen Nutzen bringen sie ihm erst recht nicht. Einstein will sich an der Universität von Bern habilitieren, aber sein erster Versuch wird abgelehnt. Allmählich findet die Spezielle Relativitätstheorie Anklang. Einstein korrespondiert über die zentrale Botschaft seiner Theorien mit den bedeutendsten Physikern seiner Zeit. Im November 1907, während er einen Übersichtsartikel vorbereitet, kommt ihm die zündende Idee für die Allgemeine Relativitätstheorie. Er versucht, Newtons Gravitationslehre in die Spezielle Relativitätstheorie einzubauen. Aber es gelingt ihm nicht auf Anhieb. Acht lange Jahre, bis November 1915, braucht er, um die Allgemeine Relativitätstheorie, so wie wir sie kennen, mathematisch einwandfrei auszuformulieren. Er kann jetzt hauptberuflich daran arbeiten, erst mit einer Anstellung als Professor an der Universität von Zürich, danach in Prag und Berlin. In Berlin lebt und arbeitet Einstein von 1914 bis 1932. Im Blickfeld der breiten Öffentlichkeit wie auch privat verbringt er hier 18 bewegte Jahre. Das Sommerhaus in Caputh bringt ihm Ruhe, und er kann dort seiner großen Leidenschaft nachgehen: Segeln.
In seinem berühmtesten Buch „Über die Spezielle und die Allgemeine Relativitätstheorie“ (1917) gibt er eine allgemein verständliche Erklärung seiner Gedanken. Im Rahmen einer Sonnenfinsternis-Expedition der Royal Society of London wird die Richtigkeit seiner Theorie 1919 bestätigt. Auf einen Schlag wird der Erfinder der Relativitätstheorie weltberühmt. Im November 1919 überschlagen sich die Zeitungen mit Überschriften wie „Revolution in der Wissenschaft!“, „Eine neue Theorie des Universums!“, „Newtons Gesetze sind gestürzt!“, „Alle Lichter hängen schief am Himmel: Einsteins Theorie triumphiert!“.
Einstein ist ein „Medienstar“ geworden; aber schon bald hat er den Rummel satt. Er beginnt, seinen Namen verstärkt für seine politischen Überzeugungen einzusetzen. Er ruft, gemeinsam mit anderen Gelehrten, in einem „Manifesto für Europäer”, gegen den Krieg auf. Außerdem setzt er sich aktiv für einen autonomen jüdischen Staat in Palästina und für den Pazifismus ein. Das gefällt nicht allen. In der deutschen Physik entsteht eine Gruppierung, aus deren Sicht die „Relativierung“ der Physik eine Begleiterscheinung der allgemeinen „Verwestlichung“, „Liberalisierung“ und „Verjudung“ des geistigen Klimas ist. Statt sich mit den feststehenden Tatsachen der experimentellen Physik zu befassen, schweife die theoretische Physik immer mehr aus in „leere Abstraktionen“, „unorganische Naturbetrachtungen“ und „exzessive Mathematisierungen“.
Das wird als typischer Grundfehler des „jüdischen Urcharakters“ angesehen. Am 20. April 1933 feiert die „Deutsche Gesellschaft für anschauliche Physik“ Hitlers Geburtstag. Man gibt bekannt, dass man die „Befreiung deutscher Wissenschaft von jüdischen Einsteintheorien“ unterstütze. Einstein wird als „zionistischer Hetzer“ und „Scharlatan“ dargestellt. Für Einstein, der die politische Entwicklung in Deutschland mit wachem Blick verfolgt, kommt der Nationalsozialismus nicht unerwartet. Noch auf der Rückreise von einer Vortragsreihe in Amerika nach Europa kündigt er an, dass er nicht nach Deutschland zurückkehren wird. Er tritt aus der Berliner Akademie der Wissenschaften aus. Daraufhin gibt Einstein der Deutschen Gesandtschaft in Brüssel den Auftrag, seine preußische Staatsbürgerschaft aufzuheben. Einsteins gesamtes Vermögen wird von den Nazionalsozialisten konfisziert, und er entscheidet sich, nach Amerika zu gehen.
In Amerika erhält er den Ruf als Professor an das Institute for Advanced Study in Princeton. Auch in seiner neuen Position ist er politisch aktiv. Seine wohl berühmteste politische Tat sind vier Briefe, die er 1939/40 an den amerikanischen Präsidenten Franklin D. Roosevelt schreibt. Er warnt darin vor der Gefahr „Hitler-Deutschlands“ und äußert seine Befürchtung, dass die Nazis eine Atombombe entwickeln könnten, die eine ungeheure Vernichtungskraft hätte. Die Atombombe, die ohne Einsteins Mitwirken in den Kriegsjahren in Amerika gebaut wird, verwüstet 1945 die beiden japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki. Einstein bemüht sich noch zusammen mit anderen Physikern erfolglos darum, den Einsatz der Atombombe durch Präsident Truman zu verhindern.
Nach dem Krieg setzt sich Einstein mit Nachdruck für eine Weltregierung ein, die dem Nationalismus vorbeugen und weltweiten Frieden bringen soll. Er wendet sich vehement gegen alle Formen der Unterdrückung und Militarisierung und ruft alle Intellektuellen dazu auf, sich für die Meinungsfreiheit einzusetzen. Wieder passen Einsteins politische Ansichten nicht in den allgemeinen Zeitgeist. Inhaltlich versucht Einstein jetzt vor allem, eine einheitliche Feldtheorie zu formulieren, die Gravitation und Elektrizität miteinander vereint. Das Ziel ist es, alle Materie und Kraftfelder des Universums in einer Formel, dem „vereinheitlichten Feld“, zusammenzufassen. Einstein hatte erstmals in den 20er Jahren von einer derartigen Vereinheitlichung gesprochen. Aber auch nach langwieriger Arbeit – seine Frau Elsa beschreibt sie als das „Höchste und Tiefste, was er je geschaffen“ – gelingt es ihm nicht, sie zu formulieren. Seitdem sind alle Versuche, eine einheitliche Feldtheorie zu definieren, auch „Weltformel“ genannt, ohne Erfolg geblieben. Einstein stirbt am 18. April 1955 im Alter von 76 Jahren im Krankenhaus von Princeton unter anderem an einer Unterfunktion der Leber und allgemeiner Körperschwäche.
|
14.3.1879 |
Albert Einstein wird in Ulm als Sohn
jüdischer Eltern geboren (Vater: Hermann Einstein
[1847-1902], Mutter: Pauline Einstein, geb. Koch [1858-1920]). |
|
1880 |
Familie Einstein siedelt nach
München über. |
|
1881 |
Geburt der Schwester Maja. |
|
1884 |
Einsteins Vater erklärt ihm, wie ein
Kompass funktioniert; er ist so entzückt, dass es einen
tiefen und bleibenden Eindruck hinterlässt. |
|
1885 |
Einstein beginnt, Geige zu spielen. |
|
1888 |
Eintritt ins Luitpoldgymnasium,
München. |
|
1890 |
Einstein beschäftigt sich viel mit
religiösen Fragen. Es folgt, so wie er selbst schreibt, eine
„geradezu fanatische Freigeisterei“. |
|
1891 |
Er arbeitet sich in die euklidische Geometrie
ein. („Diese Klarheit und Sicherheit machte einen
unbeschreiblichen Eindruck auf mich.“) |
|
1894 |
Die Familie Einstein zieht nach Mailand, dann
nach Pavia, dann zurück nach Mailand. Einstein bleibt in
München, um die Schule zu beenden. Aus Angst vor der
deutschen Wehrpflicht folgt er auf eigene Faust und ohne
Abschlussexamen den Eltern. |
|
1895 |
Einstein bringt sich selbst die höhere
Mathematik bei, darunter die Differenzial- und Integralrechnung. |
|
1896 |
Mittelschulabschluss an der Aargauischen
Kantonsschule. Einstein schreibt
sich an der ETH Zürich ein, wo er Mileva Marić
(1875-1948), seine spätere Frau, kennen lernt. |
|
1900 |
Einstein schickt seine erste wissenschaftliche
Arbeit an die „Annalen der Physik“. |
|
1901 |
Bürger der Stadt Zürich; Hilfslehrer
am Technikum in Winterthur; kurze Zeit Hilfslehrer am
Knabenpensionat Schaffhausen bei Dr. Jakob Nüesch; erste
selbstständige Publikation: „Folgerungen aus den
Capillaritätserscheinungen". |
|
1902 |
Tod des Vaters in Mailand; 23. Juni:
Technischer Experte 3. Klasse am Eidgenössischen Patentamt
für geistiges Eigentum in Bern. |
|
1902 |
Geburt der vorehelichen Tochter Lieserl. |
|
1903 |
Hochzeit
mit Mileva Marić. |
|
1904 |
Geburt des ersten Sohnes Hans Albert. |
|
1905 |
Einsteins „Wunderjahr“:
Die fünf berühmten Aufsätze werden veröffentlicht.
Einer
davon enthält die Formel E = mc². |
|
1906 |
Einstein wird zum Technischen Experten 2.
Klasse am Patentamt in Bern befördert. |
|
1907 |
Korrespondenz Einsteins mit den bedeutendsten
Physikern seiner Zeit – Planck, von Laue, Wien und Minkowski
– über die Relativitätstheorie; während der
Vorbereitung eines Übersichtsartikels kommt ihm "der
schönste Gedanke meines Lebens: die Allgemeine
Relativitätstheorie“. |
|
1908 |
Habilitation an der Universität Bern; im
Wintersemester 1908/09 erste Vorlesung über "Theorie der
Strahlung". Es gibt drei Hörer. |
|
1909 |
Einstein schreibt zwei Aufsätze über
die Theorie der Strahlung von „Schwarzen Körpern“.
Aus heutiger Sicht sind es komplementäre Vermutungen über
Schwarze Löcher, die aber die Feldgleichungen der Allgemeinen
Relativitätstheorie (1915) benötigen. |
|
1910 |
Geburt des zweiten Sohnes Eduard. |
|
1912 |
Februar: Berufung an die ETH Zürich;
Planck, Madame Curie und Poincaré liefern Gutachten;
Oktober: Amtsantritt als ordentlicher Professor für
theoretische Physik. |
|
1913 |
Entwurf einer verallgemeinerten
Relativitätstheorie und einer Theorie der Gravitation,
zusammen mit Marcel Großmann; Tagung der Naturforscher und
Ärzte in Wien; Wahl zum ordentlichen Mitglied der Preußischen
Akademie der Wissenschaften zu Berlin, Ernennung zum Direktor des
Forschungsinstituts für Physik der
Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft. |
|
1914 |
Einstein zieht mit Frau und Kindern nach
Berlin; kurz darauf trennt sich das Paar. Mileva Einstein kehrt
mit den beiden Söhnen zurück nach Zürich; erster
Zeitungsartikel „Vom Relativitätsprinzip“ über
die Relativitätstheorie erscheint in der Vossischen Zeitung,
einer Berliner Tageszeitung. |
|
1915 |
Vollendung der Allgemeinen
Relativitätstheorie. |
|
1919 |
29. März: Expedition der Royal Society of
London (Leitung: Sir Arthur Stanley Eddington) nach Sobral
(Brasilien) und auf die Insel Principe (Golf von Guinea):
Expedition bestätigt bei totaler Sonnenfinsternis die
Richtigkeit der Gravitationstheorie (Lichtstrahlenablenkung im
Schwerefeld); Vortrag an der Universität Leiden (Äther
und Relativitätstheorie); Scheidung von Mileva wird
rechtskräftig; 2. Ehe mit Elsa Einstein, Cousine Einsteins. |
|
1920 |
Tod der Mutter; Nobelpreisträger Philipp
Lenard, ein wichtiger Vertreter der „Deutschen Physik“,
wendet sich gegen Einsteins Theorie; außerordentliche
Professur in Leiden; persönliche Bekanntschaft mit Niels
Bohr. |
|
1922 |
Einstein erhält die Nachricht über
die Verleihung des Nobelpreises für Physik, während er
unterwegs nach Japan ist. |
|
1924 |
Entdeckung des Bose-Einstein-Kondensats. |
|
1927 |
Die große wissenschaftliche Diskussion
zwischen Einstein und Niels Bohr über die Grundlagen der
Quantenmechanik beginnt. |
|
1933 |
Entzug der preußischen
Staatsbürgerrechte; Konfiszierung des Vermögens; Herbst
im belgischen Badeort Coq bei Ostende: Briefwechsel mit der
Preußischen Akademie Berlin; emeritierter Professor am
Institute for Advanced Study in Princeton. |
|
1936 |
Tod der zweiten Ehefrau Elsa Einstein. |
|
1939 |
Briefe an F. D. Roosevelt über die
Atombombe. |
|
1944 |
Die handschriftliche Abschrift der
Arbeit „Elektrodynamik bewegter Körper“ (1905)
wird in Kansas City für 6 Millionen Dollar versteigert;
Betrag geht an die Library of Congress. |
|
1948 |
Größere Operation in New York; Tod
der ersten Ehefrau Mileva Marić. |
|
1951 |
Tod der Schwester Maja Winteler in Princeton. |
|
1952 |
Einstein wird das Amt des Staatspräsidenten
von Israel angeboten, Absage im November; Expedition nach Khartum
(Sudan) bestätigt erneut die Krümmung der
Lichtstrahlen. |
|
1954 |
Verschlechterung
seines Gesundheitszustands: Unterfunktion der Leber, hämolytische
Blutarmut, Körperschwäche. |
|
18.4.1955 |
Albert
Einstein stirbt in Princeton. |
Das Werk einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der engen Grenzen des Urheberrechtsgesetzes ist ohne Zustimmung des Rechteinhabers unzulässig und strafbar. Das gilt insbesondere für Vervielfältigungen, Übersetzungen, Mikroverfilmungen und die Speicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen.