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World of Warcraft

"World of Warcraft" ist ein Onlinespiel und zwar ein so genanntes "Massive Multiplayer Online Roleplaying Game" - also ein Online-Rollenspiel für viele Spieler, kurz MMORPG. Das Spiel muss von DVD (etwa 25 Euro) installiert werden und erfordert eine monatliche Abo-Gebühr von etwa 13 Euro.  "World of Warcraft" nimmt unter den Spielen eine Sonderstellung ein, denn es ist Marktführer.

Weltweit gehören 11,5 Millionen Spieler zur Fangemeinde, das Spiel verfügt über einen Marktanteil in seinem Segment von 50 Prozent. Alle anderen Onlinespiele teilen sich den restlichen Teil vom Kuchen. Blizzard-Entertainment
macht jedes Jahr mehr als eine Milliarde Dollar Umsatz allein mit diesem Spiel und entsprechendem Zubehör.


Das Spiel, das es im Handel zu kaufen gibt, ist ab 12 Jahren von der USK (Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle) frei gegeben, die Online-Version, die allerdings von der USK gar nicht geprüft wurde, gilt als frei ab 16 Jahren.

Die virtuelle Spielfigur

Screenshots: Steffen Gresens. Klicken Sie auf das Bild, um die Ansicht zu vergrößern.

Zunächst einmal darf man sich seine eigene Figur (Avatar, Character) erschaffen. Hierzu gilt es auszuwählen zu welchem Volk (Nachtelfen, Orcs, Gnome, Tauren, Trolle...) man gehören will und ob zu den "Guten" (Allianz) oder zu den "Bösen" (Horde). Innerhalb eines solchen Volkes gestaltet sich der Spieler/die Spielerin einen eigenen Charakter (=Char).

Hauptinhalt des Spiels ist es Aufgaben (=Quests) oder Instanzen (= Levels) zu bewältigen, wozu auch Kämpfe gehören. Um dies zu erledigen, muss man "Raids" (meist Kämpfe) gemeinsam mit  etwa 10 bis 25 Mitspielern bestreiten. Manche Gilden (Gruppen) haben strenge Aufnahmekriterien, die zum Beispiel vorschreiben, wann genau, ein Mitglied im Spiel anwesend sein muss und wie lange diese Anwesenheit mindestens zu dauern hat. Sechs Stunden täglich sind ab einem gewissen Level keine Seltenheit. 

 

Gespielt wird auf verschiedenen Kontinenten. Die nebenstehende Landkarte zeigt, dass es eine schier unendliche Zahl von Regionen gibt, die es spielerisch zu erkunden gilt.

Komplexität

An World of Warcraft lässt sich zeigen, dass das Bild des dumpf vor sich hin starrenden, völlig isolierten, Pizza essenden Spielers so ganz und gar nicht der Realität entspricht. Das nebenstehende Bild zeigt den Bildschirm eines "Hexenmeisters", der bereits ein beachtliches Spielniveau erreicht hat.  All die eingerahmten Kästchen auf dem Bild sind Anzeigen, die während eines Kampfes beachtet werden müssen und die sich ständig verändern.

 

Das bedeutet, dass mindestens ein hohes Maß an Konzentration, an Multitasking-Fähigkeit und rasche Auffassungsgabe zur Interpretation der jeweiligen Anzeigen erforderlich sind. Das gesamte Spielgeschehen und letztlich der Erfolg ist von gelungener Kommunikation innerhalb der Gilde abhängig.

Woraus ergibt sich das Suchtpotenzial?

World of Warcraft steht nicht so sehr wegen seiner Gewalthaltigkeit in der Kritik, sondern wegen seines Suchtpotenzials. Dieses ergibt sich aus folgenden Aspekten: 

 

Durch Erfahrungspunkte und neue Gegenstände werden die Spielfiguren immer stärker. Mit steigender Spieldauer wird die eigene Figur immer wertvoller, so dass das Aufhören zunehmend schwerer fällt, weil man ja seine mühsam entwickelte Spielfigur nicht aufgeben will.

 

Es gibt ein glückspielartiges Belohnungssystem: das heißt, man weiß nie wann die Belohnung tatsächlich erfolgt und spielt daher so lange weiter, bis man sie erlangt hat.

 

Blizzard bringt fast wöchentlich neue Items und Aufgaben ins Spiel. Dadurch geht das Spiel mit immer neuen Herausforderungen immer weiter. Es gibt  Gegenstände, die noch seltener sind und die man noch nicht besitzt oder Gegenden die man noch erkunden möchte.

 

Je länger und intensiver man spielt desto höher wird das Ansehen bei den Völkern im Spiel. Gleichzeitig steigt auch die Aufmerksamkeit der Mitspieler. So entsteht eine emotionale Bindung an die Spielewelt und die Mitspieler/innen.

 

Die Welt in World of Warcraft steht nie still. So bekommt der Spieler das Gefühl, etwas zu verpassen wenn er sich nicht in der Spielewelt aufhält.

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