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Verhüterli – Was tun um sich zu schützen

Seiten, die den Gratisversand von SMS, kostenlose Downloads, kostenfreie Ahnenforschung oder andere Leistungen versprechen, nehmen Sie am Besten genau unter die Lupe. Das Gratisangebot oder das Gewinnspiel ist meist nur ein Lockmittel. Tatsächlich fallen einmalige Nutzungsgebühren an oder noch schlimmer: Sie schließen (ungwollt) ein kostenpflichtiges Abonnement ab. Die Grundregel lautet: Betrachten Sie Seiten mit Gratisangeboten mit großer Vorsicht.

Prüfen Sie:

  • Sind die Angebote tatsächlich kostenfrei? Gibt es versteckte Preishinweise? Was steht im Kleingedruckten bzw. in den AGBs (den Allgemeinen Geschäftsbedingungen)?
  • Seien Sie besonders vorsichtig, wenn Ihre Bankdaten abgefragt werden.
  • Vergewissern Sie sich bevor Sie den „Anmelden“-Button anklicken, ob nicht eine Mindestvertragslaufzeit oder eine lange Kündigungsfrist eingehalten werden muss.
  • Können Sie den Anbieter identifizieren? Im Impressum sollte neben Namen und Anschrift auch eine Telefonnummer angegeben sein. Wenn nur ein Postfach oder eine Adresse im Ausland angegeben ist: Vorsicht!
  • Wenn der Anbieter die gesetzlichen Widerrufsrechte beschränken will ("nur original verpackte Ware"), dann sollten Sie ebenfalls vorsichtig sein.

Seriöse Anbieter

Eigentlich ist es ganz einfach, einen seriösen Internetanbieter zu erkennen:

 

Seriöse Anbieter bieten eine transparente Preisgestaltung und transparente Lieferkonditionen. Ganz offen sollte dargelegt werden, was die Ware kostet und welche zusätzlichen Kosten entstehen (z.B. Versandkosten). Auch die Lieferfristen sollten klar und eindeutig genannt werden.

 

Seriöse Anbieter sichern Ihnen zu, dass sie Ihre Daten vertraulich behandeln. Fehlen die Hinweise zum Datenschutz, kann das ein Hinweis darauf sein, dass der Website-Betreiber Kundendaten weiterverkauft oder an zweifelhafte Auskunftssysteme übermittelt.

 

Seriöse Anbieter erlauben den Kauf auf Rechnung. Sie erhalten die Ware zusammen mit einer Rechnung. Sie können die Ware in Ruhe prüfen und dann das Geld überweisen. Manche Unternehmen verlangen für den Kauf auf Rechnung eine zusätzliche Gebühr. Ist die Gebühr im Vergleich zum Warenwert gering, dann lohnt sich die Investition.

Seriöse Anbieter verschlüsseln die Übertragung von sensiblen Daten. Standard ist eine SSL-Verschlüsselung. Ob der Onlineshop eine solche benutzt, erkennen Sie daran, dass die Internetadresse mit einem https:// beginnt. Bei ungesicherten Verbindungen beginnt die Adresse nur mit http:// (also ohne das s). Zusätzlich sind gesicherte Verbindungen an einem kleinen Schloss zu erkennen, dass im Browser dargestellt wird. Wenn es geschlossen ist, ist die Verbindung sicher, ein geöffnetes Schloss zeigt eine nicht extra gesicherte Verbindung an. Die https://-Verbindung braucht jedoch nur in den Bereichen bestehen, in denen Daten übertragen werden (Datenerfassung, Bestellvorgang etc.).

 

Seriöse Anbieter sind erreichbar. Sie geben eine e-mail-Adresse oder eine Telefonnummer an, unter der Kunden Fragen zum Produkt stellen oder direkt bestellen können.

 

 

Sicherheit durch Trusted Shops

Die privatwirtschaftliche Trusted Shops GmbH in Köln überprüft Online-Händler nach mehr als 100 Einzelkriterien wie Bonität, Preistransparenz, Kundenservice und Datenschutz und vergibt daraufhin ihr Gütesiegel. Seit der Firmengründung im Dezember 1999 wurden bereits rund 5.000 Händler zertifiziert.

Online-Shops, die ein gültiges Trusted Shops-Zertifikat besitzen, bieten ihren Kunden eine zusätzliche Sicherheit. Bleibt beispielsweise die Lieferung aus und wurde der Kaufpreis vom Online-Shop daraufhin nicht fristgerecht ersetzt, wird der Kaufpreis von Trusted Shops erstattet. Auch wenn Sie im Rahmen Ihres gesetzlichen Widerrufs- bzw. Rückgaberechtes die bestellte Ware fristgerecht zum Online-Shop zurücksenden, dieser jedoch den Kaufpreis nicht erstattet, greift der Trusted Shops Käuferschutz und der Kaufpreis wird von Trusted Shops erstattet. Allerdings müssen Sie als Kunde vor einem Einkauf prüfen, ob der Shop ein gültiges Trusted Shops Zertifikat besitzt. Die halbstaatliche Initiative D21 empfielt außerdem noch vier weitere Internet-Qualitätssiegel.