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Wahlen 2009: Aktiv mit Schülern arbeiten

Zentrales Werkzeug für das Thema Wahlen im Unterricht ist der Computer.

Politik ist uncool, sagen Jugendliche. Und: Ich kann doch eh nichts ändern. Junge Menschen für Politik zu interessieren ist schon schwer genug. Noch schwerer ist es beim Thema Wahlen – schließlich dürfen viele Schülerinnen und Schüler selbst noch nicht wählen.

Ebenso einfach wie spannend ist das Spiel mit dem Wahl-O-Mat. Er stellt den Nutzern zwischen 25 und 30 Thesen aus verschiedenen Themenfeldern vor, denen man zustimmen kann oder nicht. Der Wahl-O-Mat vergleicht den eigenen Standpunkt dann mit den Positionen der Parteien – nach dem Motto: Welche Partei passt zu mir? Die Seite der Universität Düsseldorf bietet viele Anregungen und Informationen.

 

Mit der (freien) Software GrafStat lassen sich unkompliziert einfach sozialwissenschaftliche Umfragen erstellen und die Ergebnisse ebenso einfach darstellen. Unter www.grafstat.de läßt sich die Software kostenfrei herunterladen. Die Westfälische Wilhelms-Universität Münster bietet in Zusammenarbeit mit der Bundeszentrale für politische Bildung unter www.bpb.de/grafstat/wahlen viele Tipps rund um das Programm sowie spezielle Module zur Europawahl und zur Bundestagswahl. Außerdem ist ein Umfrageprojekt zur Bundestagswahl 2005 dokumentiert.

 

Die aktuellen Ergebnisse der (nicht-repräsentativen) Onlinebefragung von 4065 Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Rahmen des Projektes „GrafStat kompakt: Jugend und Europa“ sind hier einsehbar. Erste Ergebnisse: Die Schülerinnen und Schüler sehen vor allen Dingen die Reisefreiheit und Freiheit der Berufswahl in der EU als großen Vorteil. Kritisch werden hingegen die Komplexität und Unverständlichkeit des Politikapparates der EU und die geringen Partizipationsmöglichkeiten für Jugendliche bewertet.

 

Schüler fragen Politiker - die Schülerinnen und Schüler der Internationalen Schule Karlsruhe hatten am 1. April 2009 im Landesmedienzentrum die Gelegenheit, Politiker aller Fraktionen zu befragen. Antwort zu Themen wie neue Medien gaben Ingo Wellenreuther (MdB, CDU), Gisela Spett (MdL, Grüne), René Repasi (Europaparlament, SPD) und Tom Hoyem (Gemeinderat Karlsruhe, FDP). Schüler fragen Politiker (mp3, 18,6 MB, ca. 20 Minuten)

In der Medienlisten des Landesmedienzentrums Baden-Württemberg sind zahlreiche Medien aufgelistet, die im Unterricht eingesetzt werden können. Zudem gibt es in SESAM die zwei Themenbanken "Europa-Wahlen 2009" und "Landtag von Baden-Württemberg" sowie das Unterrichtsmodul "Wahlsystem der BRD (RS/GY)".

Das ZDF präsentiert mit dem WortWahlScanner ein orginelles kleines Tool. Welcher Politiker benutzt welche Worte besonders oft? Wenn sich hier zwei "Sprachwolken" gegenüberstehen ist schnell zu sehen, wo die Schwerpunkte liegen.