Software für den Videoschnitt
Der digitale nonlineare Videoschnitt kam Anfang der 90er-Jahre auf. Zunächst nur im Profibereich verbreitet, gibt es inzwischen die ganze Palette von der einfachen Anwendungen für den Hausgebrauch bis hin zum absoluten Profi-Tool. Die heute für rund 100 Euro erhältlichen Programme lassen selbst bei ambitionierten Amateurfilmern kaum mehr Wünsche offen.
Microsoft MovieMaker (Freeware)
Die Microsoft-Betriebssysteme Windows Vista und Windows XP haben ein einfaches aber brauchbares Videoschnittprogramm bereits integriert. Es ist als Zusatzmodul auch (kostenfrei) für Windows 7 erhältlich.
Der MovieMaker bietet alle notwendigen Basisinstrumente zum Schneiden von DV-Material: Digitalisieren (inkl. Szenenerkennung), Schneiden, Trimmen, Blenden und ein paar Effekte. Man kann sich sogar über die Funktion "AutoFilm" automatisch ein komplettes Video vom PC schneiden lassen. Microsofts MovieMaker kann die MPEG4 Formate XviD und DivX verarbeiten, vorausgesetzt ein entsprechender Codec ist installiert.
Adobe Premiere Elements (ca. 100 Euro)
Die vom professionellen Schnittprogramm Premiere abgeleitete „Elements“-Version bietet einen großen Funktionsumfang verbunden mit einer übersichtlichen und gut strukturierten Benutzeroberfläche. Unzählige Überblend- und Spezialeffekte, eine Farbstanze, leistungsstarke Filter, ein integrierter Titelgenerator und ein DVD-Brennmodul lassen kaum Wünsche offen. Ein gut durchdachtes und leistungsstarkes Schnittprogramm, das sich dank guter Bedienbarkeit einer immer breiteren Beliebtheit erfreut.
adobe
Pinnacle Studio Plus (ca. 100 Euro)
Die Software Pinnacle Studio ist in verschiedenen Paketen erhältlich. Mitunter ist auch eine Wandlerkarte zum Eindigitalisieren von Videos analoger Quellen (Composite und S-Video) beigefügt. Pinnacle Studio verfügt über alles, was der ambitionierte Hobby-Filmer benötigt, gepaart mit einfacher Benutzeroberfläche. Dem Programm ist sogar ein Chromakeyer integriert, der die Verarbeitung von Blueboxaufnahmen erlaubt.
Magix Video deluxe (ca. 100 Euro)
Gleichauf mit Premiere und Pinnacle ist Magix Video. Es wird inklusive einem TV- und Videorecorder geliefert und bietet unzählige Bearbeitungsmöglichkeiten. Dadurch kann die Software in der Bedienung komplex wirken, wie bei Premiere oder Pinnacle ist eine gewisse Einarbeitungszeit notwendig. Sehr stark ist Magix Video in der Tonbearbeitung und den technischen Daten. Hersteller ist übrigens eine in Berlin ansässige Softwareschmiede.
magix
Premiere Pro & Pinnacle Liquid Edition
Die Profi-Liga im Videoschnitt für PC bilden Adobes PremierePro und Pinnacles Liquid Edition. Die Programme bieten alles, was es für den professionellen Videoschnitt braucht. LiquidEdition bietet zudem ein integriertes DVD Authoring. Welches der beiden Programme die richtige Wahl ist, sollte man selbst im Fachgeschäft herausfinden. Darüber hinaus gibt es dann noch die zwischen 2.000 und 50.000 Euro teuren Komplettsysteme für Filmproduktionen und Sendeanstalten, zum Beispiel von Marktführer Avid.
Apple/MAC: iMovie (Freeware)
Das Pendant zu Microsofts MovieMaker ist Apples iMovie. Wie MovieMaker verfügt iMovie über alle notwendigen Basiswerkzeuge zum Videoschnitt. Es ist ebenfalls kostenlos bzw. im Betriebssystem MAC OS X integriert. iMovie besticht durch seine Einfachheit und die intuitive Benutzerführung.
Apple/MAC: iMovie 09 (79 Euro)
Einige kleine Schwächen der Vorgängerversion bügelt Apple mit der neuen Version nun aus: so kann nun präziser geschnitten und es können Kapitelmarken gesetzt werden. Auch ein Verwacklungs-Stablisierer und eine Farbstanze sowie eine Effekte-Sammlung sind eingearbeitet. Allerdings läuft iMovie 09 nur auf Apple-Rechner mit Intel-Prozessoren und ist kostenpflichtig.
FinalCut Pro
FinalCut Pro ist DAS Profi-Videoschnittprogramm für den MAC. Die Bedienung von FinalCutPro erscheint anfangs etwas knifflig. Nach etwas Einarbeitung eröffnet das Programm aber seinem Benutzer eine nahezu unerschöpfliche Auswahl an Bearbeitungswerkzeugen. Wem FinalCutPro mit einem Preis von etwa 1.000 Euro zu teuer ist, der kann auf die abgespeckte Variante FinalCut Express zurückgreifen. Dieses ist für die meisten Videoprojekte immer noch ausreichend und zum Preis von etwa 140 Euro erschwinglich.
Cinelerra
Auch in der OpenSource Community rund um das Betriebssystem Linux bewegt sich etwas im Video- und Multimediabereich. Ein recht ausgereifter und kostenloser Kandidat ist hier dabei. Cinelerra spielt obwohl es kostenlos ist keineswegs in der Liga von MovieMaker oder iMovie, sondern mischt eher in den Regionen von Pinnacles Studio bzw. sogar Premiere und Liquid Edition mit. Wer vor etwas aufwendigen Installationsmassnahmen nicht zurückschreckt und sich innerhalb seines Linuxsystems heimisch fühlt, sollte definitiv ein Auge auf Cinelerra werfen.
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