Software: Betriebssysteme & Apps

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Pimp my mobile - mit Handy-Apps
Schon 1992 war klar, dass Handys mehr können als nur telefonieren. Seit der ersten SMS nahm der Funktionsumfang der Handys rasant zu. Mittlerweile verfügen die Smartphone genannten Handys über einen leistungsstarken Prozessor, Touchscreen, Internet-Zugang und Kamera. Wie ein PC verfügt jedes Smartphone über ein Betriebssystem: Symbian, Android, Windows Mobile, OS X oder Web OS heißen die Systeme, die je nach Modell vorinstalliert sind und in ihrer Handhabung sehr verschieden ausfallen. Auf den meisten Nokio-Smartphones, und somit 40 Prozent aller Geräte weltweit, läuft Symbian. Die Symbian-Geräte verlieren aber an Marktanteil, wohingegen das Android-OS sich zunehmender Beliebtheit erfreut.
Smartphones beherbergen neben einem Betriebssystem zahlreiche, neudeutsch "Apps" genannten Programme, die die Einsatzmöglichkeiten eines Handys erweitern. Egal ob man die Gitarre stimmen will, eine Sprache lernen oder mit ungewohnten Geräuschen seine Umwelt erfreuen will – es gibt keine Aufgabe, für die es kein App gibt. Die Handy-Apps verschmelzen die Handytechnik mit dem unendlichen Informationsangebot des Internets. Beispielsweise macht das Kartenmaterial von Google Maps aus einem Motorola Milestone ein voll taugliches Navigationsgerät.
Weltweit wurden 2010 ca. 15 Milliarden Apps heruntergeladen, für 2012 rechnet man mit 50 Milliarden Downloads. Auch deutschen Handy-Nutzern sind die Apps bereits ein Begriff. Laut einer Accenture-Studie von 2010 hat sich die Hälfte aller deutschen Smartphone-Besitzer im letzten Monat ein App heruntergeladen. Die Facebook-App, Apples iTunes und die Google Maps-App zählen hierzulande zu den meistinstallierten Programmen.
App-Stores: Markt mit fauler Ware

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Um sich neue Software auf sein Gerät zu holen, muss der Nutzer auf die App-Stores der Hersteller zugreifen. Während man die Software beim iPhone nur über die zentrale Quelle des App-Stores herunterladen kann, lassen sich Android-Apps über verschiedene Quellen beziehen. Neben kostenlosen Apps werden auch kostenpflichtige Versionen angeboten, deren Kosten zwischen Cent-Beträgen und hunderten von Euros liegen können.
Mitte 2010 wurden für das iPhone bereits über 200.000 verschiedene Applikationen angeboten. Je mehr Apps veröffentlicht werden, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich darunter Malware (schädliche Software) befindet. Normalerweise unterlaufen die Programme vor der Veröffentlichung auf einem App-Store eine Prüfung. Trotzdem sind 2010 über offizielle App-Stores schädliche Programme verbreitet worden.
Als Taschenlampen-App, Spiel oder Media-Player getarnt können sich solche Programme ohne Wissen des Nutzers mit dem Internet verbinden und sensible Daten weitergeben. Die Apps können auf die Kontakt-Daten oder Standortdaten des Telefons zugreifen und diese an andere Nutzer weiterleiten.
Risiken: Apps telefonieren nach Hause

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Zwar laufen bei Android die Programme isoliert ab und haben auf andere Anwendungen wie Telefonie nur über festgelegte Protokolle Zugriff. So muss der Anwender vor der Installation festlegen, welche Funktionen eine Software verwenden darf, ob sie bspw. Standortdaten übermitteln oder sich mit dem Web verbinden darf. Eifrige Nutzer überfliegen und bestätigten diese Abfrage jedoch oft unbedacht. Und auch die vorsichtige Handhabung liefert keine hundertprozentige Gewissheit, dass ein Handy keine sensiblen Daten weitergibt.
Ein weiteres Risiko geht von den Handy-Herstellern aus. Google erlaubt sich, auf Android-Handys ferngesteuert Software zu installieren oder deinstallieren. Das soll zwar nur dafür gedacht sein, im Falle kritischer Software schnell eingreifen zu können. Dritte könnten aber ebenso gut die Fernsteuerung missbrauchen und über eine Man-in-the-Middle-Attacke gezielt Malware auf den Geräten installieren. In Zusammenhang mit mobilen Bezahlfunktionen wie etwa der mobilen TAN-Nummer werden diese Schwachstellen zunehmend problematisch.
Das größte Risiko scheint aber vom Handynutzer selber auszugehen. Zehn Millionen Handybesitzern in Deutschland kam bereits das Handy abhanden. Sieben Prozent aller Handybesitzer gaben an, dass ihnen das Handy schon mal gestohlen wurde. Besonders kritisch ist das im Fall eines Smartphones, auf welchem sensible Daten, Adressen und Nummer gespeichert sein können.
App-Testberichte im MCO-Blog
iOS-Apps
Android-Apps
Empfehlungen
- Vor der Installation der Apps Datenschutzbestimmungen lesen
- Zugriff auf Daten einschränken (Android)
- Bei Verdacht das App deinstallieren
- Automatische Sperrfunktion aktivieren
- Vorbeugen, dass bei Verlust die Daten in falsche Hände gelangen: Fernsperrung oder -löschung aktivieren
Autor: Christian Reinhold, MediaCulture-Online
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