Zuflucht und Verheißung
Shavei Zion 1938 - 2008 – oder Flucht aus der Hölle
In diesem Jahr 2008 feiert die Staatengemeinschaft den 60. Jahrestag der Gründung Israels. 70 Jahre sind es her, dass schwäbische Juden aus Rexingen sich im Frühjahr 1938 entschlossen, ihre angestammte Heimat am Rande des Schwarzwalds zu verlassen, um in Palästina eine neue Bleibe und Zuflucht zu finden. Shavei Zion nannten die Gründer den neuen Ort der Zuflucht und Verheißung, eine kleine Siedlung am Mittelmeer, die die Flüchtlinge aus Deutschland vor der systematischen Vernichtung durch die Nationalsozialisten bewahrte. Deutschland und seine überlebenden jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger erinnern sich in diesen Tagen auch des 9. Novembers 1938, einer Nacht des Schreckens, in der die Synagogen brannten und noch in der Nacht etwa 400 Juden ermordet und 30.000 in die KZs deportiert wurden.
Aus diesem Anlass erinnern die Stadt Stuttgart und die Israelitische Religionsgemeinschaft Württemberg in der Zeit vom 3. - 16. November an die gemeinsamen kulturellen Wurzeln, an das Leid der Vergangenheit und an die gemeinsamen Zukunftsaufgaben. In zahlreichen Konzerten, Vorträgen, Ausstellungen und Theateraufführungen werden die 5. Jüdischen Kulturwochen begangen. MCO dokumentiert in diesem Zusammenhang einige Berichte im Kontext des Rexinger Exodus'. Christian Hörburger liest aus dem Tagebuch von Dr. Manfred Scheuer, der in der Zeit vom 1. Mai bis zum 31. Dezember 1938 ein Tagebuch über Aufbau und Leben in Shavei Zion verfasste.
Christian Hörburger liest:
Auszüge aus dem Tagebuch von Manfred Scheuer (mp3, 12 MB)
Barbara Staudacher:
Carsten Kohlmann:
Von Rexingen nach Shavei Zion

- Besprechung der Auswanderung 1937 in Rexingen

- Kundschaftsreise nach Palästina im Herbst 1937

- Die erste Auswanderergruppe auf der "Galiläa" im Frühjahr 1938

- Mitglieder Genossenschaft begutachten ihre Felder im Negev







