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Regionalliteratur – Nationalliteratur

Wie sinnvoll ist eigentlich eine Regionalliteraturgeschichte, die die Literatur einer Region ausgrenzt aus einem nationalen Zusammenhang? Ist sie ein "Korrektiv" gegenüber einer "bisher üblichen (norddeutsch bzw. preußisch-protestantisch- kleindeutschen) Einheitsperspektive", wie es Dieter Breuer in seiner Untersuchung zur Oberdeutschen Literatur der Frühen Neuzeit schreibt (zit. nach Mecklenburg 1985 a, 321) oder ist sie Aufblähung von ästhetisch Wertlosem? Um Fragen der Generalisierbarkeit von Kriterien soll es im folgenden Kapitel gehen.

Bezüge wären zum Kunst- bzw. Musikunterricht herzustellen: Lassen sich hier - über alle Kulturen und Epochen - übergreifende Qualitätskriterien finden?

 

Thema: Regionalliteratur

Klassenstufe: 11-13

Bezug zu anderen Fächern: Bildende Kunst, Musik

Günter Scholdt: Literaturgeschichte der Region

Marguerite Haeusser: S'Wingerthaisel

Werner Laubscher: Logorrhoe

André Weckmann: Chinesisch

 

Günter Scholdt: Literaturgeschichte der Region

Günter Scholdt setzt sich 1996 in seinem Band Grenze und Region mit Literatur und Literaturgeschichte im Grenzraum Saarland Lothringen Luxemburg Elsaß seit 1871 auseinander und macht dazu erste Versuche eine grenzüberschreitende Literaturgeschichte einer Region zu entwickeln. Dabei muss er sich mit Argumenten auseinandersetzen, die regionale Literatur von vorneherein als ästhetisch nicht anspruchsvoll genug bezeichnen.

 

 

Günter Scholdt: Grenze und Region

Aber gehen wir zunächst einmal ruhig von der Richtigkeit der negativen Literaturbilanz aus, von der Annahme also, daß in den genannten Regionen nur wenig geschaffen wurde, was hohen literarischeu Ansprüchen genügt. Selbst in diesem Fall nämlich stellen die zahlreichen Textbeispiele ans dem Saarland, dem Elsaß, aus Lothringen und Luxemburg ein ergiebiges Forschungsterrain dar. Dies, sofern man literatursoziologische wie sozialpsychologische Fragestellungen aufgreift und sich typologisierender Interpretationsverfahren bedient. Während Autoren wie Goethe, Hölderlin, Kafka oder Benn durch die Literaturwissenschaft vornehmlich in ihrer dichterischen Besonderheit wahrgenommen und gedeutet werden, läßt sich mit ästhetisch weniger gewichtigen Texten nur lokal bekannter Schriftsteller gerade umgekehrt verfahren. Bei ihnen hätten wir vor allem den kollektiven Anteil am literarischen Produkt zu ermitteln, das für eine bestimmte Zeit, Region oder Konfliktlage Repräsentative. Im Mittelpunkt der Untersuchungen stünde somit der schriftstellerische Sozial- oder Polittypus, das berufliche Umfeld, darüber hinaus gerade die am häufigsten verbreiteten Themen und Metaphern, Empfindungs- oder Argumentationsschemata einer Epoche. Belletristik also hier einmal als Ausdruck regionaler Mentalität.

Auch die Landesgeschichte, Landeskunde und Kulturgeographie waren gut beraten, wenn sie die literarischen Zeugnisse noch stärker in ihre Arbeit einbezögen als bisher. Denn der regionalhistorische Quellenwert von Belletristik kann dort, wo man Wertungsfragen nicht zum Filter des Informationsstroms werden läßt, erheblich sein. In der Gesamtheit dienen derartige Zeugnisse der Regionalliteratur der Vermittlung lokal bedeutsamer Fakten, Geschichten und Geschichtsbilder, die ohne ihre spezifisch literarische Formung häufig überhaupt nicht mehr überliefert oder rekonstruierbar wären. (...)

Da nun so ausgiebig über den quellenmäßigen Gebrauchswert von Regionalliteratur gesprochen wurde, könnte der Eindruck entstehen, dass Literatur von mir nurmehr als Steinbruch verstanden und in ihrem ästhetischen Eigenwert verkannt werde. Nun, um im Bild zu bleiben, ich habe nichts gegen Steinbrüche, sofern sie gutes und sachkundig gebrochenes Material liefern. Und darüber hinaus: Was sind das für literarische Maßstäbe, die eine Textgruppe gering achten, die bei allen einmal unterstellten künstlerischen Mängeln zumindest dazu beiträgt, einen begrenzeten Raum in seiner politischen, sozialen und geistigen Entwicklung besser verstehbar zu machen? Ist doch » Gebrauchsliteratur« spätestens seit Brecht und Erich Kästner schließlich kein negativ belasteter Begriff mehr. Dennoch soll keiner rein nützlichkeitsbestimmten Definition von Literatur das Wort geredet werden. Enthält sie doch auch nach meinem Verständnis stets mehr als schlichte Sachinformation, wie denn auch Philologie stets mehr sein sollte als bloße Hilfswissenschaft der Landeskunde. Insofern läßt sich auch die literarische Qualitätsfrage auf Dauer nicht ausklammern, und es läßt sich auch nicht verschweigen, daß ein Literaturforscher, der sich auf solche Textgruppen einläßt, zuweilen in einem Sumpf von Unzulänglichkeiten, Mittelmäßigkeiten, wenn nicht gar politischen oder ästhetischen Abgeschmacktheiten zu versinken droht. Denn sagen wir es frei heraus: Rund 9/10 des in Überfülle Produzierten, ist - ästhetisch bewertet - kaum das Papier wert, das mit ihm beschrieben wurde. Und allzu viele der hier verfaßten Texte tragen den Makel des in negativem Wortsinn Provinziellen nur zu Recht.

Leiden sie doch häufig unter der Enge der Situation, in der sich die Schreibenden befinden. Man wagt in kleinen Gemeinschaften eben viel zu selten, sich so unabhängig oder rücksichtslos zu äußern, wie es um der Wahrheit oder literarischen Qualität willen geboten oder förderlich wäre. Heimatverbundenheit verleitet oft auch dazu, den Kirchturm des Dorfes für Big Ben oder das Empire State Building zu halten.

 

Aus: Scholdt, Günter: Grenze und Region. Literatur und Literaturgeschichte im Grenzraum Saarland Lothringen Luxemburg Elsaß seit 1871. Blieskastel:Gollenstein, 1996, 23 /30-31

 

Anregungen für den Unterricht

  • Fasse Scholdts Argumente in einem Thesenpapier zusammen.
  • Was meint ihr: Gibt es allgemein einsetzbare Kriterien für literarische Qualität? Berücksichtigt unterschiedliche Gattungen: Krimi, Kinderliteratur, Dokumentarliteratur,...
  • In Zusammenarbeit mit dem Kunst- oder Musik-Unterricht: Wie ist diese Frage auf andere Kunstformen zu übertragen.
  • Bezieht Scholdts Ausführungen in die Beurteilung von Dialekttexten ein: Welche Texte in dieser Sammlung wären in einen Kanon von Regionalliteratur aufzunehmen? Wie lässt sich diese Aufnahme begründen?
  • Schreibt eine Erörterung. Bezieht in eure Überlegungen auch die folgenden Texte ein.

Marguerite Haeusser: S'Wingerthaisel

Marguerite Haeusser (1910-1998), eine Lehrerin am Weißenburger Lycée, die in fränkischem Dialekt schrieb, gab 1982 eine Ausgabe ihrer Gedichte unter dem Titel "Kläng aus de Häämet" heraus, für die sie die "Bretzel d´or" des "Institut des arts et traditions populaires" erhält, einen renommierten Preis für den Erhalt der elsässischen Sprache. Sie lobt die pfälzisch-elsässische Landschaft, die von einem Weinberghaus über Weißenburg aus beschrieben wird. Damit folgt sie dem traditionellen Muster des Preises der eigenen Region. Die Personifizierung des "Wingerthaisels" und der moralisierende Schluss sind Versuche, über eine zu gefällige "Dialektstimmung" hinauszugehen.

Marguerite Haeusser: S´Wingerthaisel

(Marie und Liliane Bieth gewidmet)

 

Im Rädling drowwe, beim Paulin,

hat s Reinschmidts gheert e Balkewingert.

Dort hat s gäwwe:

Muschketeller, Rotes, Mandle n un Pfersching.

War dess e Lust,

 

zwische de Zeile hin un her ze strenze,

wann d Beerle ufgequolle sinn vum Saft

un d Sunn ne Bäckle agemolt!

Noth am Wald awwer

hat s greeste Glick uf uns gepaßt:

s alt, geduckt Weiwel, unterm spitze, rote Hut,

im weiße Kasseweck,

mit zwää Herzle im griene Gsichtel,

S hat immer zem Zowed uf uns gewart

mit eme Erbeerstraißel,

dess liewe, alte Wingertshaisel!

 

Isch mä drowwe n akumme,

hat mä e freindlichi Stimm vernumme:

"Setzen ich, rund um de Disch erum

un dun ich herzhaft regaliere;

ehr hänn jo nur Hunger un Dorst ze verliere!"

Herz was d begärsch

war uf de Dischplatt ufgetraache:

e Serwelaring un frische Milichbretle,

Obst, e Kerwel voll,

un Saftwasser in farwichte Gläsle.

Niemäh hat uns ebs besser gschmeckt,

s alt Haisel hat mit Lieb de Disch gedeckt!

 

Un denoht sinn d Herzle n ufgange:

unser Aache hänn durch s Fenster

weit in d Welt geblickt.

Do war in de Neeche de zackich Dorn

mit seinre ghäämnisvolle Gschicht:

wann als d Äolsharfe geklunge n in de Bris

hat mä welle Stimme heere im Burchverlies...

Un weitersch dringt unser Blick

iwwer de Wormberch hii, nunter uf d Stadt

 

mit ehre Schurmdächer un hoche Derm,

un s alt Haisel verzehlt uns

vun wechselvolle Sterm.

In s Flachland noch, uf Wisse n un Felder,

iwwer de Beewald, nooch m Rhei,

geche de Schwarzwald zu, fliechen unser Sinne.

Dr Ablick isch eso schää,

daß mr kä Worte dun finde,

awwer unser Herz werrd weit

un mr mechten se an uns dricke,

d Landschaft un d Leit,

die, wu se erhalte hänn im däächliche Kampf

geche n alli Widderwärtichkeit.

 

Un s alt Haisel hat e verklärter Blick:

s wääß jetzt, in däre Juchend isch e Grund gelecht,

in ehrem Gemiet hat e Quell sich Bahn gebroche,

wu niemäh werrd versieche;

d Lieb zu Land und Leit isch in de Herze n ufgange

und werrd se durch s Läwe fiehre, aß harte Zeite

se kännen iwwerwinde, uhne utrei, uhne err ze werre!

Weil sie niemäh dun vergesse, d Lieb,

wu se hänn gfunde mit eme Erbeerstraißel

beim liewe n alte Wingertshaisel.

 

Aus: Haeusser, Marguerite: Kläng aus de Häämet. Gedichtle und Gschichtle uf Weißeburcher Deitsch.Vorwort, Einführung und Sprachlicher Anhang von Raymond Matzen. Kehl/Strasbourg/Basel: Morstadt 1982, 39-40.

Anregungen für den Unterricht

  • Das Gedicht ist auf dem Hintergrund von Fragen zu sehen, die Günter Scholdt für einen literarischen Kriterienkatalog aufstellt: Wo nimmt das Gedicht Bezug auf die Hochliteratur, wo auf den Alltag? Ist das Gedicht als epigonal abzutun? Was unterscheidet das Gedicht von Gedichten der Hochliteratur?
  • Wo nimmt Haeusser auf die konkrete Landschaft Bezug? Wie wird die Grenzlage des Weinberghäuschens angesprochen?

Werner Laubscher: Logorrhoe

Im Kontrast zu Haeusser ist der Text von Laubscher zu lesen. Werner Laubscher (geb. 1927), ehemaliger Leiter der Realschule Kandel und Autor zahlreicher regional bezogener Texte in Lyrik und Prosa sowie Mitherausgeber von Argos, Zeitschrift für Kunst und Literatur, spricht in seinen Germansviller Dokumenten in Anlehnung an Queneaus Stilübungen in verschiedensten Sprachstilen und Sprachneuschöpfungen immer von dem Gleichen: einer kleinen Winzerhütte an der deutsch-französischen Grenze. Zu erinnern wäre etwa an die Weinberge der deutschen Winzer aus Schweigen, die nach 1945 auf französischem Gebiet lagen.

Laubscher schreibt über das gleiche Motiv, ein Weinberghaus an der Grenze zwischen Schweigen und Weißenburg. Dabei setzt er sich kritisch mit dem "pfälzischen Stil" des Nichtssagens mit vielen Worten auseinander. "Logorrhoe" definiert er als "Sprechdurchfall in fortgeschrittenem Stadium, Wegfall kommunikativer Elemente" (Laubscher 1996, 252).

 

Werner Laubscher: Logorrhöe (1996)

"Es is alles net so ääfach nänää wanns mer noo ging wär des alles annerscht awwer es gebt halt solche un solchene so isses doch orre net? allahopp ich will nix gesaat han.

Es mißt mään ich emool baß uff mer solls jo net glaawe do hännse doch mer saat jo bloß fer nix un wirre nix mer mecht sich an de Kopp greife so en Umstand zu mache net daß ich was degääche het des grad net brauchscht awwer bloß äämol rumzugucke schun hasche de Salaad.

Vergeß emol dei Redd net Ich han schun immer gesaat immer un immer wirre han ich gesaat daß wer Wei hat hat aa Grummbeere un wer nix hat hat nix do beißt kää Maus kää Färmche ab awwer was hat unserääns schun?

Nix fer uungut gelle awwer des sollt em doch zu denke gewwe nä wäscht Leit gebbts! Ich hann jo nie behaupt e Grummbeeragger wär wie e Wingert orre umgekehrt was weeß ich awwer was sollen sunscht sei? Do muß mer doch net lang gucke des sieht mer jo fascht so un die han gemäänt daß unserenner ob des jetzt e Burrsch orre e Hitt orre was wär - als fort alla ich will nix gesaat han awwer so gehts doch aa net. Orre?

Don kerzlich orre wann was wääßen ich hänn die doch mernix dernix die hännse doch nimmi all net daß ich mich uffreche däät nä awwer wer saaten des daß do alles kabudd wär hä? wer saaten des die Leit orre ich? Horch ääner mol do anne ich kann doch nix defor ich doch net höör mer glei uff die kämmer doch gestohl bleiwe wo simmern do mol e bißje lummersche gelle wammer des nimmi derf es Maul halle dürfe alla es geht mich jo nix aa unnerdehand bloß dasses emol gessat wär.

Mer wärs jo not so ganz geheier bei dere Sach ich bin druff un draa anzunemme es mißt do so e Geheimnis orre so ebbes in der Richtung allahopp am beschte wärs mer täts äfach vergesse es is jo alles doch eens grad wie mers nemmt.

Aucheblick grad noch e Word die hänn doch dachein dachaus hännse nix anneres was wäßen ich ich fer mei Deel saa mer als des wers garnet wert na alla ich wääß aa net wann de mich froochsch nää liewer net draan denke die sollen sich doch ehr Grenz hiebaue wo se wollen is doch grad wohr.

Awwer emool unner uns mer derfs bloß net so laut weidersaa daß mer uns doo verstehn. Es wäär alles ää Bruch un Dalles saan se hesche des gedenkt? naja allo wammers glaawe derft vielleicht wärs an de Zeit un mer sollt ääfach emol hiegehe sollen se doch halt emool aanfange awwer des is glaab ich garnet so leicht dabei kennts alles so ääfach sei.

Awwer gesaat sei musses emool.

Grad noch schnell als dasses zur Redd gebrocht wäär es geht mer net so aarisch drum daß ich recht hätt awwer es is halt alles net so ääfach. So jetzt kummen Sie."

 

Aus: Laubscher, Werner: Die Germansviller Dokumente. Auf der Suche nach einer kleinen Winzerhütte, Blieskastel: Gollenstein 1996, 185

 

Anregungen für den Unterricht

  • Vergleiche Laubschers Umgang mit dem Dialekt mit dem Haeussers. Wie wird das gleiche Motiv behandelt?
  • Laubscher karikiert in seinem Text die pfälzische Sprache. Was hält er für typisch?
  • Schreibt selbst einen Text in eurem Dialekt oder eurer Umgangssprache, in dem ihr Besonderheiten heraus streicht. Eure MitschülerInnen sollen herausfinden, um welche Besonderheiten es sich handelt. Ihr könnt Haeussers Weinberghaus-Gedicht zur Grundlage nehmen oder euch einen anderen kurzen Text suchen, den jedeR nach ihrer/seiner Art bearbeitet.

André Weckmann: Chinesisch

Auch André Weckmann lässt sich im folgenden Text auf Sprachspielereien ein, die der elsässischen Dialektliteratur bis in die 80er Jahre fremd gewesen waren. Indem er elsässische Wörter so anordnet, dass sie "chinesisch" anmuten, zeigt er gleichzeitig die Offenheit des Dialekts. Er nimmt damit Experimente der Wiener Gruppe um Ernst Jandl oder H.C. Artmann auf, die den Reichtum der Sprache in Klangspiel und Experiment zeigen wollten, gleichzeitig satirische und sozialkritische Absichten verfolgten.

André Weckmann: CHINESISCH

schang dsunn schint schun lang

schun fufzéhundert johr

züe lang schun schintse schang

mr dunke se ens chlor

 

un dich dezüe dü däuwer schang

wannd witersch dgosch ufrisch

gajenajede bürefang

an rhin un ill un brisch

 

mr stecke di ene kenjelestall

mr verhunze dini seel äu ball

un kumm noch emol un wétt

un kumm noch emol un trétt

 

mr stecke di ene babeldurm

atomkiehldurm am rhin

dass d kläin wursch wi e roder wurm

un wecke die dert in

 

schang dsunn schint schun lang

schang schint dsunn noch lang

un wilang noch gets e schang

wilang wilang

 

Aus: Huck, Dominique: André Weckmann. Écrivain de son temps, (Cahier No 13 Langue et Culture Régionales). Strasbourg: CRDP 1989, 31.

 

Anregungen für den Unterricht

  • Der Text von Weckmann wirkt nur, wenn er gesprochen wird. Sucht euch einen Elsässischsprecher, der ihn euch vortragen kann.
  • Weckmanns Texte könnten mit den Texten der "Wiener Gruppe" um Ernst Jandl und H.C. Artmann verglichen werden. Besorgt euch Texte von diesen Autoren. Welche Gemeinsamkeiten, welche Unterschiede gibt es?
  • Ernst Jandl hat ein besonderes Verfahren entwickelt, das er "Oberflächenübersetzung" nennt. Dabei nimmt er ein fremdsprachiges Gedicht, das er nicht semantisch richtig "übersetzt", sondern nur von der Lautfolge her ins Deutsche bzw. in seinen Dialekt "überträgt" (vgl. sein Gedicht Oberflächenübersetzung nach einem Gedicht von Wordsworth). Probiert dieses Verfahren doch einmal an französischen Gedichten oder aber an anderssprachigen.

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Autorin: Annette Kliewer