Metanavigation:


RFID - Technik mit Nebenwirkungen

Bild: Metro AG
Bild: Metro AG
Bild: Rob Goodspeed http://creativecommons.org/licenses/by-nc/2.0/
Rob Goodspeed cc
Bild: photocase
Photocase

Immer wieder taucht der Begriff RFID in Nachrichtenmeldungen auf und oft schwingt ein leicht bedrohlicher Unterton mit: RFID-Chips auf den Eintrittskarten zur Fußball-WM, in den neuen Reisepässen, im Supermarkt oder als Hautimplantat zum Eintritt in eine spanische Disco. RFID-Chips werden auch Smart-Tags, intelligente Funketiketten oder Schnüffelchips genannt. Da die RFID-Technologie bereits Einzug in unseren Alltag hält, lohnt es sich genauer hinzuschauen, wie diese Technik funktioniert, wo sie bereits eingesetzt wird, welche Vorteile sie bietet und welche Probleme sie aufwirft.

Wie funktioniert RFID?

RFID (Radio Frequency Identification) ist eine Methode, mit der Daten kontaktlos gelesen und gespeichert werden können. Ein RFID-Chip, auch RFID-Transponder genannt, ist ein winziger Computerchip, der über Funk Daten an ein Lesegerät, einen so genannten RFID-Reader, senden kann. Smart Tags bestehen aus einem Chip und einer Antenne. Der Chip ist ausgestattet mit einem Prozessor, einem Datenspeicher, einem Betriebssystem und einer Anwendungssoftware. Es gibt verschiedene Arten von Chips: Solche, die nur gelesen und andere, die auch mit neuen Daten beschrieben werden können. mehr...

 

Anwendungsbeispiele

RFID-Chips finden sich mittlerweile in zahlreichen Produkten, aber auch in den neuen Reisepässen oder den Schultaschen japanischer Kinder. Wir stellen einige Einsatzmöglichkeiten vor, die sich auch als Beispiele für die Diskussion mit Kindern und Jugendlichen eignen. Sie können als Anregung dafür dienen, eigene Szenarien zu entwerfen, wie die RFID-Technik genutzt werden kann. Dabei zeigt sich, welches positive wie negative Potential in dieser Technologie steckt. mehr...

 

RFID und der Datenschutz

Im Gegensatz zu Barcodes können RFID-Etiketten auch ohne Sichtkontakt zum jeweiligen Objekt ausgelesen werden. Auf diese Weise können Gegenstände oder Personen automatisch identifiziert werden. Und da diese Chips immer kleiner werden, kann die automatische Identifizierung praktisch unbemerkt geschehen. Von Kritikerinnen und Kritikern werden sie deshalb auch Schnüffelchips genannt. mehr...


Linktipps:

 

Weblog rund um RFID:

rifid.de/logbuch

 

Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik:

Studie zu Risiken und Chancen des Einsatzes von RFID-Systemen

 

 


Autorin: Henriette Carle, MediaCulture-Online

 

 

Creative Commons License

Dieser Text ist unter einer Creative-Commons-Lizenz lizenziert. Sie dürfen den Inhalt vervielfältigen, verbreiten und bearbeiten, wenn Sie den Namen des Autors/der Autorin nennen und den Text unter den gleichen Lizenzbedingungen weitergeben. Bitte beachten Sie, dass die Töne und die Bilder anderen Lizenzen unterliegen.

Literaturtipps: RFID-Chips

Robert und Gabriele Schoblick:
RFID - Radio Frequency Identification

Claudia Fischer:
Der gläserne Mensch: Paranoia 1984, Wirklichkeit 2004?

Friedemann Mattern:
Allgegenwärtige und verschwindende Computer

Alexander Roßnagel:
Datenschutz im 21. Jahrhundert

Johann Čas/Walter Peissl: Datenhandel - ein Geschäft wie jedes andere?