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Mehrsprachiges Radiomodul

Altes Radio steht in der Wiese
© pipp

Hier entwickeln die Kinder verschiedene Ansagen für den Gebrauch in Radiosendungen, einfache Sendungsmodule und nehmen kurze, in sich geschlossene Sequenzen auf.

 

Die Grundform:

Die Aufnahme besteht aus drei Teilen, von denen der erste und dritte mehrsprachig konzipiert und aufgenommen wird und der zweite aus vorwiegend atmosphärischen Aufnahmen besteht.

 

1. Begrüßung der Hörerinnen und Hörer und Vorstellen des Themas (Anmoderation).

2. Thementeil (Beitrag - Aufnahmen von draußen).

3. Verabschiedung von den Hörerinnen und Hörern (Abmoderation).

 

Die Einteilung in zwei Gruppen:

Demgemäß gibt es bei diesem Workshop zwei Gruppen. Die Moderationsgruppe (4 bis 5 Kinder, so dass alle Sprachen in dieser Gruppe gesprochen werden können) übernimmt die Begrüßung und Verabschiedung, die Themengruppe (12 bis 20 Kinder) übernimmt die Gestaltung des Beitrags.

 

Begrüßung und Vorstellen des Themas:

Zunächst einigen sich die Kinder der Moderationsgruppe auf die Form der Anrede (so sie in allen Sprachen gleichermaßen vorhanden ist). Je nach innerer Vorstellung können die Kinder hier gebräuchliche Grußworte, Floskeln und auch selbstkreierte Formen verwenden.

 

Beispiele:

Hallo, Leute! Wie geht es euch? Bleibt dran, denn heute geht's um ...!

Guten Tag, meine Damen und Herren! Wir erzählen Ihnen heute über ...!

Hallihallo, Irdische und Außerirdische! Hört einmal alle her! Kennt ihr ... ?

 

Nun werden diese Begrüßungen in alle in der Gruppe vorhandenen Sprachen übersetzt und untereinander geprobt. Da es sich ja um das Medium "Radio" handelt, sollte eine dynamische Sprechweise angepeilt werden.

 

Atmosphärischer Thementeil:

Parallel dazu bereitet die zahlenmäßig große Themengruppe einen passenden Beitrag vor, wobei es hier verschiedene Abstufungen zwischen Geräusche- und Sprechaufnahmen gibt. Optimal sind hier atmosphärische Aufnahmen (zunächst also keine Geschichten und Berichte) mit der Vorstellung einer bestimmten Umgebung, Szenerie oder Situation. Der Moderationsgruppe muss das Thema mitgeteilt werden, da sie es ja in die Ankündigung mit einbeziehen muss.

 

Beispiele für Geräuschbeiträge, die die Themengruppe erarbeiten könnte:

Der Sturm der letzten Nacht (Wind, fallende Bäume und Ziegel ...).

Ein Spaziergang durch den Zoo (alle möglichen Tierlaute).

Die Welt unter Wasser wird hörbar.

Der Rundgang durch eine Fabrik voller Maschinen.

Eine Nacht im Wald.

 

Beispiele für Mix aus Geräuschen und improvisierten und vielsprachigen Stimmen, die die Themengruppe erarbeiten könnte:

Die Geräusche am Bahnhof (Züge, Durchsagen, Reisende ...)

Der neue Spielplatz (Kinderstimmen, Geräte ...)

In der Straßenbahn (Gespräche der Leute, Geräusche ...)

Im Restaurant (Essgeräusche, Gespräche ...)

 

Nachdem sich die Themengruppe auf eine Atmosphäre geeinigt hat, probiert sie in Kleingruppen zu jeweils drei oder vier Kindern verschiedene Ideen aus (passende Geräusche und Gesprächsfetzen).

 

Die Verabschiedung:

Die Abmoderation, die im selben Stil wie die Begrüßung gestaltet werden sollte, übernimmt und übersetzt wieder die Moderationsgruppe.

 

Beispiele:

Hallo, Leute! Hier sind wir wieder! Wir hoffen, es hat euch gefallen! Tschüs!

Auf Wiedersehen, sehr verehrte Damen und Herren, ....

Na, alles kapiert, ihr da oben? Lauscht das nächste Mal wieder, tschüsslidü!

 

Auch diese Texte übersetzt sich die Gruppe in alle vorhandenen Sprachen, probt sie und achtet wieder auf eine dynamische Sprechweise.

 

Die Aufnahme:

Zunächst müssen die Kinder der Moderationsgruppe eine Sprechreihenfolge miteinander ausmachen. Wenn beispielsweise vier Sprachen vorkommen, wird die Begrüßung und Verabschiedung viermal hintereinander aufgenommen. Die Reihenfolge der Aufnahmen ergibt sich aus dem Sendungsablauf (Anmoderation-Thementeil-Abmoderation).

Die Aufnahme der Moderationsgruppe erfolgt an einem Tisch (einem Studiotisch nachempfunden), die atmosphärische Aufnahme mobil im Raum.

 

Das gemeinsame Anhören der Aufnahme:

Das Ergebnis wird einmal vorgespielt. Dabei entscheiden die Kinder, wie nahe ihre Aufnahmen den "wirklichen" Radiosendungen kommen.

 

Erweiterungsmöglichkeiten:

Der Erweiterung sind hier keine Grenzen gesetzt. Vor allem der Thementeil kann beliebig ausgeweitet werden. Die atmosphärischen Aufnahmen können zu kurzen Hörspielen oder gespielten Interviewsituationen ausgearbeitet werden. Außerdem können mehrere Thementeile eingeflochten werden, wobei spezielle mehrsprachige Überleitungen (Zwischenmoderationen) erforderlich wären. Auch hier ist zu entscheiden, wo das Interesse der Kinder liegt. Vielleicht ist es auch besser, die einfache Struktur (Anmoderation-Beitrag-Abmoderation) mit anderen Inhalten zu wiederholen.

 

Rahmenbedingungen für das Projekt "Mehrsprachiges Radiomodul"

Allgemeine Ziele Vorbereitung auf mehrsprachige Radiosendungen.
Themen Alle Themen, die sich an die Öffentlichkeit richten.
Spielergebnis, Produkt Tonaufnahme, Sendungsmodule für Radiosendungen.
Präsentationsmöglichkeit Einsetzbarkeit in Sendungen.
Sprachen Vielsprachig.
Arbeitsweise Arbeit in Kleingruppen.
Teilnehmer 10 bis 25 Kinder.
Alter der TN 6 bis 10 Jahre / 10 bis 13 Jahre.
Dauer 2 (Schul-)Stunden mit Pause(n).
Betreuungspersonen Zwei Betreuungspersonen.
Geräte Eine Tonaufnahmeeinheit mit Wiedergabemöglichkeit (Mikrofon und Rekorder, Kassettengerät mit eingebautem Mikrofon, Diktiergerät mit Boxen, Minidisc-Rekorder mit Mikrofon und Boxen), Mikroständer bzw. Tischmikros, Notizblöcke und Schreibmaterial.
Vorbereitungszeit/Vorkenntnisse Handhabung der Geräte (Aufnahme, Wiedergabe).
Räumlichkeiten Ein Innenraum.

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