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Medien und Politik allgemein

Demonstrieren in der virtuellen Republik.

Autor: Medosch, Arnim
Erschienen: Bonn, 2003
Quelle: Schulzki-Haddouti, Christine (Hrsg.): Bürgerrechte im Netz. www.schulzki-haddouti.de
Verlag: Bundeszentrale für politische Bildung
ISB-Nummer: 3-89331-458-X

Abstract

Zahlreiche politische Gruppen und Initiativen haben seit der Entstehung des Internet die einzigartigen Möglichkeiten des Mediums für sich erkannt und genutzt. Dieser Beitrag beschreibt am Beispiel ausgewählter Kampagnen die Entwicklung des Netzaktivismus seit den frühen 90er Jahren. Egal ob es sich um "Digital Zapatismo", globalisierungskritische Proteste wie in Seattle oder den virtuellen "Spielzeugkrieg" gegen das e-commerce Unternehmen e-Toys handelt, das Internet erwies sich als perfektes Medium für vernetzte, nichthierarchische und globale Formen politischer Willensäußerung. Allerdings bewegen sich virtuelle Protestaktionen wie Netstrikes oder Online-Demonstrationen im rechtsfreien Raum. Der Autor fordert daher für die "virtuelle Republik" auch eine politische Verfassung, eine Definition der Grundrechte im Netz. Davon hinge es letztlich ab, "ob das Internet ein Ort für individuelles und gemeinsames politisches Handeln sein soll, oder ob es letztlich nur zu einem Fernseher mit Bestelltaste wird".

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Medosch, Arnim

Arnim Medosch (* 1962) ist Autor, Künstler und Organisator von Konferenzen und Ausstellungen im Bereich neue Kommunikatinstechnologien, Politik und Kunst. Er war Mitbegründer und Redakteur des Online-Magazins Telepolis bis zum Frühjahr 2002. Mit Telepolis erhielt er im Jahr 2000 den European Online Jounalism Award und im Jahr 2002 den Grimme Online Award in der Kategorie "Medienjournalismus". Im Jahr 2001 gab er gemeinsam mit Janko Röttgers das Telepolis-Buch "Netzpiraten" heraus.

 

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