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Medien-ästhetische "Früherziehung" zur Aneignung von Medienkompetenzen

In diesem Kapitel werden einfache Übungen für den Einstieg in die Foto- und Videoarbeit vorgestellt. Sie dienen in erster Linie der Aneignung bild- und filmsprachlicher Gestaltungsstrategien und sollen Kinder auf umfangreichere Medienprojekte vorbereiten. Der Charakter der Übungen ist durchweg spielerisch. Es werden selbstentdeckende Lern- und Erfahrungsprozesse provoziert. Die Reihenfolge der Darstellung orientiert sich am Fortschreiten vom Einfachen zum Komplexen. Je nach Disposition der Zielgruppe kann es aber sinnvoll sein, einzelne Ubungen wegzulassen bzw. die Reihenfolge zu variieren.

 

Bewegte Objekte fokussieren - (Videofangen)

Eine Videokamera wird an einem langen Kabel mit einem Videobeamer verbunden. Der Beamer ist auf eine Projektionsfläche gerichtet. Eine Person ist der 'Videofänger'. Alle anderen Teilnehmer bewegen sich im Raum. Der Videofänger hat die Aufgabe, einen Teilnehmer mit der Kamera zu 'fangen'. Gefangen ist ein Teilnehmer, wenn sein Gesicht (seine Schuhe, seine Haare, seine ...) in Nahaufnahme auf der Leinwand sichtbar werden. Wer gefangen wurde, muss den Fänger ablösen und seinerseits versuchen, Personen zu fangen. Manche digitalen Videokameras verfügen über eine Fotokamerafunktion. Durch Drücken einer bestimmten Taste wird der fokussierte Bildinhalt für kurze Zeit eingefroren. Die Funktion kann für diese Übung genutzt werden. Im Rahmen der Übung durchläuft der Videofänger folgenden medien-ästhetischen Lernprozess:

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Seine Aufmerksamkeit wird auf bewegte Objekte gerichtet, die er mit dem Objektiv fokussieren muss. Das erfordert Konzentration, Geschicklichkeit und Übung. Später braucht der Kameramann diese Kompetenz, da er bei den meisten Filmprojekten in die Lage kommt, auf unerwartete Situationen mit der Kamera reagieren zu müssen. </typolist>

 

<typolist>Um eine Nahaufnahme zu erhalten, kann er entweder den Zoom benutzen, oder er nähert sich dem Objekt direkt mit der Kamera.</typolist>

 

<typolist>Falls er sich für den Zoom entscheidet, wird er die Erfahrung machen, dass es dann viel schwerer wird, Objekte zu fokussieren. Selbst geringe Bewegungen mit der Kamera führen dann auf der Leinwand zu großen 'Verwacklern'. Er wird lernen, den Zoom nur dann zu betätigen, wenn es keine andere Möglichkeit gibt (wenn z. B. das Kabel nicht ausreicht, um an das Objekt nah heranzukommen).</typolist>

 

<typolist>Spielerisch erkundet er die Funktionsweise der Kamera. In Räumen mit Fenstern wird er mit dem Problem des Gegenlichts konfrontiert. Der Autofokus (automatische Scharfstellungsfunktion) wird ihm die ein oder andere Person so entstellen, dass sie nicht mehr zu erkennen ist.</typolist>

 

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Praxistipp: Filmisches Handwerk

Know-how:
Filmisches Handwerk