Landkarten für Websites

- Bild: OpenStreetMap, Lizenz: cc
Überblick
Es gibt zahlreiche Anlässe, Landkarten in die eigene Website einzubauen. Meist dreht es sich um Anfahrtsskizzen oder die Darstellung verschiedener Firmenstandorte etc. Doch auch in Unterrichtszusammenhängen können Landkarten von Interesse sein: Im Zusammenhang mit Projektdokumentationen zu geografischen, historischen oder auch biologischen Themen. Zu denken ist hier etwa an die Präsentation von Messergebnissen zur Luft- oder Wasserqualität, zum Vorkommen bestimmter Pflanzen sowie die Markierung historisch bedeutsamer Gebäude oder Kleindenkmäler und vieles mehr.
Diese Seiten sollen einen Überblick geben, mit welchen Diensten die kostenlose Einbindung von Karten in Websites, Blogs etc. möglich ist, und welche Features diese jeweils bieten.
Topografische vs. thematische Karte
Zunächst stellt sich die Frage, welche Art der kartografischen Darstellung für die jeweilige Anwendung die richtige ist. Landkarten werden grundsätzlich in topografische und thematische Karten unterschieden. Erstere werden von der öffentlichen Hand herausgegeben, so beispielsweise vom Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung (LGL) Baden-Württemberg, und enthalten exakte Informationen über die Erdoberfläche, inklusive der Geländeform und allen geografischen Objekten in genauer Maßstabstreue. Sie finden Verwendung in der Verwaltung, im Bauwesen, zur Darstellung wissenschaftlicher Erhebungen und zur Orientierung im Gelände. Meist dienen sie auch als Grundlage für Wander- und Fahrradkarten, wobei sie dann durch spezielle Signaturen ergänzt werden.
Thematische Karten hingegen dienen der Darstellung bestimmter Sachverhalte, die über die reine Abbildung der Erdoberfläche hinausgehen. Die am weitesten verbreiteten Karten sind Straßenkarten – in der Schule dagegen finden in erster Linie physische und politische Karten Verwendung. Hinzu kommen noch zahlreiche spezielle Kartenwerke wie etwa historische oder geologische Karten. Die meisten online verfügbaren Karten sind Straßenkarten, so etwa OpenStreetMap, Bing Maps oder Google Maps. Bei letzterem Dienst lassen sich diese mit Luftaufnahmen verbinden.
Soll auf einer Online-Karte die Auffindbarkeit bestimmter Objekte im Gelände erleichtert werden, so bietet sich eine topografische Karte an. Dies ist etwa der Fall, wenn in einem Unterrichtsprojekt Kleindenkmäler auf der Gemarkung des Schulorts erhoben wurden und nun dokumentiert werden sollen. Dessen ungeachtet bietet sich in einem solchen Fall auch Google Maps an, da die Möglichkeit, auf Luftaufnahmen umzuschalten, ebenfalls die Orientierung erleichtert. Sind dagegen Objekte im Straßenraum verzeichnet oder erstreckt sich die Darstellung auf einen verhältnismäßig großen Raum, so sind die online angebotenen Straßenkarten meist die bessere Wahl.

- Grundlage: Topographische Karte 1:25 000 - © Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung Baden-Württemberg vom 22.02.2011, Az.: 2851.2-A/824.

- Straßenkarte von OpenStreetMap, Lizenz: cc
Bilder oder HTML-Einbindung
Prinzipiell gibt es zwei verschiedene Möglichkeiten, Landkarten in die eigene Seite einzubinden. Entweder stellt man den gewünschten Ausschnitt in Form einer Grafikdatei ein oder man bindet die Karte über einen vom Anbieter bereitgestellten HTML-Code ein. Letzteres ist nicht mit jedem CMS möglich, insbesondere bei verschiedenen Bloganbietern funktioniert diese Variante nicht. Demgegenüber erlaubt beispielsweise Google Maps die Verwendung von Screenshots nicht. Dies hat für Google einen guten Grund: so könnte man den störenden Werbebanner, der unvermeidlich unter der Karte erscheint, entfernen. Die topografischen Karten des LGL können wiederum nicht via HTML-Code eingebunden werden, da sie nicht online verfügbar sind.
Welche Art der Verwendung mit welchem Dienst möglich ist, wird auf den folgenden Seiten erläutert.
Weiter zu: Topografische Karten des LGL
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