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Kamerabewegungen

Die meisten verbinden mit Kamerabewegung Begriffe wie Kamerafahrt oder Schwenk. Heutzutage ist der Umgang mit Kamera und Computer aber noch weit vielfältiger als früher. Wie die Kamera in einem gestalteten Filmraum bewegt wird, gibt Auskunft darüber, welche Wirkung der Regisseur erzeugen möchte. Zwei Beispiele seien hier herausgegriffen: die Handkamera und die Steadicam meist kombiniert mit computeranimierten Bildern.

 

Am Beispiel von "Panic Room" (2002) lässt sich beispielsweise die Kamerabewegung mittels Steadicam sehr gut nachvollziehen. Zu sehen ist eine ruckelfreie Bewegung durch den Raum, die uns das Ambiente in aller Ruhe betrachten lässt. Filmausschnitt "Panic Room" (wmv).

 

Erläuterungen zur Steadicam-Technik (Ton, mp3).

 

"Die Kamerabewegung, die Sie hier gesehen haben, suggeriert uns in einer einzigen Einstellung die ganze Szene zu beschreiben, es gibt nur drei oder vier Schnitte in dieser Szene. Es ist eine Kamerabewegung, die sehr elegant ist, die ganz stabil und ruhig verläuft, da wackelt nix... Sie vollführt natürlich die unmöglichsten Bewegungen in ein Schlüsselloch reinfahren, durch den Henkel einer Tasse also insofern filmtechnisch ist das eine Kombination aus einer sogenannten Steadycam und Computer.

 

Steadycam ist eine Apparatur, die sich der Kameramann um die Hüfte schnallt und dann durch den Raum fahren kann, die Kamera ist ganz weit weg an einem Gerüst aufgebaut und der Kameramann kontrolliert die Kamera über so einen kleinen Monitor. Das ist eine Kameratechnik, die heute fast in jedem Kinofilm, aber auch in jedem Tatort angewendet wird. Ist sehr teuer, man braucht einen eigenen Kameramann. Sie ermöglicht eine ruckelfreie Bewegung durch den Raum.... Es wirkt wie eine harmonische Kamerabewegung... Die Perspektive des Erzählers ist eine auktoriale, hier gibt es also einen allwissenden Erzähler, der uns genau beschreibt, was gerade passiert... Viele Filme arbeiten durchaus mit einer Kombination aus beidem: Handkamera oder Staedycam... Je nach dem, was ich aussagen möchte, wähle ich meine Kamerabewegung, meinen Kamerastil."

 

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Zur Filmanalyse hat Manfred Rüsel einige Arbeitspapiere zur Verfügung gestellt, mit denen man die Betrachtung eines Films strukturieren kann.
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