Handytechnik
Handys sind schon längst nicht mehr allein zum Telefonieren da, sondern es sind multimediafähige Kommunikationsmaschinen im Westentaschenformat. Schreiben, Fotografieren, Filmen, Musik und Filme abspielen, im Internet surfen, Daten speichern und - ach, ja - telefonieren - das alles können Sie mit den kleinen Dingern. Auf einige Besonderheiten gehen wir hier genauer ein.
Ganz neue technische Entwicklungen
"Always on" - immer online - dieser Zustand wird durch die neueste Geräte-Generation der mobilen Alleskönner immer normaler. Gleichzeitig wurde die Speicherkapazität der Handys massiv erhöht, so dass sie tatsächlich immer mehr und immer besser auch größere Datenmengen verarbeiten können. Eine Vielzahl von Anwendungen - teils kostenlos, teils kostenpflichtig - sorgt für umfassende Multimedialität.
MediaCulture-Online hat zu diesen Entwicklungen den Projektleiter von Handysektor, Martin Pinkerneil, interviewt. Er erläutert, worauf es zu achten gilt. (PDF)
Das Interview zum Anhören. (mp3)
Handys im Überblick
Die Technologie schreitet rasend schnell voran, in rascher Folge gibt es neue Modelle und die Konsumenten werden unermüdlich aufgefordert zu kaufen.
Handy-Galerie von Heise. Dort finden Sie Informationen über viele verschiedene Handys, sie können Sie vergleichen und das passende finden.
Aktuelle Testberichte zum Beispiel bei www.inside-handy.de.
Bluetooth

- Foto: Wolfgang Schmidt
Sehen Sie irgendetwas blinken oder können Sie erkennen, was diese beiden Handy-Nutzer gerade tun? Wahrscheinlich nicht. Sie tauschen über Bluetooth einen Film aus. Bluetooth ist eine Funktechnik, die die Kommunikation zwischen ganz verschiedenen Geräten wie Rechnern, PDAs und eben auch Handys im Nahbereich (bis etwa 50 Meter) ermöglicht. Auch hier werden die Übertragungsraten immer größer, inzwischen bis zu 2 MBit/s.
Aber Achtung: Die aktivierte Bluetooth-Funktion ist DAS Einfallstor für allemöglichen unerwünschten Attacken auf Ihr Handy. Das gilt sowohl für das Ausspähen Ihrer Daten bis hin zur PIN-Nummer. Das gilt für Würmer und Viren, die es leider auch auf Handys gibt und das gilt für die unerwünschte Übersendung von zum Beispiel gewalthaltigen Videos oder Bildern. Wenn Sie sich zum Beispiel in einem Raum mit anderen Handybesitzern aufhalten, kann Ihr Gegenüber sich von seinem bluetooth-aktivierten Handy andere Geräte mit der gleichen Funktion anzeigen lassen und Ihnen Videos etc. übermitteln. Wenn Sie das nicht wollen, müssen sie die Bluetooth-Funktion auf Ihrem Handy deaktivieren.
Zur Bluetooth-Technologie gibt es eine offizielle Internet-Seite, auf der Funktionsweise und Nutzungsmöglichkeiten erklärt werden.
Handysektor erklärt die Funktionsweise in einer Bildergeschichte.
Internet-Zugang übers Handy

- Bild: armandoalves, flickr, cc
Studien belegen, dass Jugendliche mittlerweile mit dem Handy häufiger Datendienste nutzen als Erwachsene. Zu den Datendiensten zählt vor allem das Surfen im Internet. Die immer günstiger werdenden Verbindungskosten machen das Internet via Handy immer attraktiver. Zudem reichen die Verbindungs-Geschwindigkeiten von Handys allmählich an die von DSL heran. Auch die größer werdende Speicherkapazität der Handys fördert den Einsatz von Datendiensten.
Handy-TV
Mit dem Handy fernsehen - so lautete vor allem rund um die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 die Verheißung. So richtig wollte es aber mit den ruckelfreien Bildern noch nicht klappen. Das ist allerdings nur eine Frage der Zeit.
Zur Zeit gibt es zwei konkurrierende Standards: DMB (Digital Multimedia Broadcast) und DVB-H (Digital Video Broadcast). Es gilt als offen, welcher dieser Standards sich durchsetzt. In einigen Bundesländern wurden DMB-Anbieter bereits von den zuständigen Landesmedienanstalten lizenziert.
Viele Geräte-Hersteller setzen wiederum auf DVB-H, so dass der Kunde künftig genau hinschauen muss, wer welchen Standard anbietet.
Auch die Tarifsituation ist für Handy-TV derzeit noch unklar. Dort, wo der Dienst bereits gestartet ist, wird eine monatliche Grundgebühr zwischen neun und 15 Euro fällig.
Handy als MP3-Player
Immer mehr Hersteller haben Handys im Angebot, die man auch als MP3-Player nutzen kann. Hier gilt: Ohren auf! Die Qualität des gebotenen Sounds schwankt von Handy zu Handy. Das gilt in gleichem Maße auch für die Kapazität. Während auf einige Mobiltelefone nur ein paar Songs passen, bieten andere bereits Gigabytes an Speicherkapazität. Bei einer Größe von etwa 5 MB pro Song bietet so ein neues Handy dann schon Platz für 200 und mehr Hits.
Viele Hersteller liefern gleich eine Software mit, die das Überspielen der Titel von PC auf Handy erleichtert. Andere machen's möglich, dass die Songs auf einer eigenen Speicherkarte liegen, die sowohl vom PC als auch vom Handy "gelesen" werden können.
Worauf Sie achten sollten:
- Unterbrechung der Wiedergabe, wenn jemand anruft.
- Wiedergabe im Hintergrund, so dass Sie das Handy auch noch zum SMS-Schreiben benutzen können.
- Flight-Modus - das bedeutet, der MP3-Player des Handys funktioniert auch wenn das Handy beim Fliegen ausgeschaltet ist.
- Wie gut sind die mitgelieferten Kopfhörer? Eventuell bessere besorgen.
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