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Die Politshow "Ich kann Kanzler"

Im Internet informiert das ZDF ausführlich über die Politshow. Bild: ZDF

Die Kanadier haben es vorgemacht, mit der TV-Sendung „Canada’s Next Great Prime Minister“. Ganz normale Bürger sagen: „Ich kann das auch, was die Politiker können“ und stellen sich einer Jury. In der kanadischen Original-Sendung besteht sie aus Ex-Premierministern, in der deutschen Fassung heißen die Juroren Günther Jauch, Anke Engelke und Henning Scherf. Letzterer kommt als ehemaliger Bremer Bürgermeister tatsächlich aus der Politik, die anderen Jurymitglieder machen deutlich, worum es geht: um eine gute Show. Wie schreibt das ZDF selbst: „Wer Kanzler werden will muss heutzutage vor allem eines können: sich selbst vermarkten.“

 

So jung und schon so staatstragend


Rund 2500 Menschen haben sich beim ZDF gemeldet, um sich als neue politische Talente in die Fernseharena zu trauen. Ganz gegen ihr Image als Rentner-Sender hat die öffentlich-rechtliche Sendeanstalt das Maximalalter der Kandidaten dabei auf 35 Jahre festgelegt. „Die 40 Kandidaten, die es durch die erste Runde schaffen, werden von dem Ich-kann-Kanzler-Redaktionsteam ausgewählt“, schreibt das ZDF sibyllinisch – und ganz am Schluss darf dann der Zuschauer per TED abstimmen. Hier kann man sich jetzt schon ein Bild von den Kandidaten machen. Die meisten präsentieren sich, als wären sie bereits Kanzler und dürften auf keinen Fall in ein Fettnäpfchen treten. „Gääääääääääähn, ganz großes gäääääääääääähn“ schreibt ein anonymer Kommentator. Die Live-Sendung am 19. Juni schaffte es wohl nicht ganz, die von Moderator Steffen Seibert gewünschte „Begeisterung für politisches Engegament“ auszulösen. Eine - prinzipiell - spannende Idee ist es allemal.

Der Gewinner von „Ich kann Kanzler“ auf der Seite des ZDF

 

Martin Meuthen schrieb am 25. April dazu einen Kommentar (pdf) in epdmedien.