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Der Rhein

Thema: Der Rhein

Klassenstufe: 8-10

Bezug zu anderen Fächern: Bildende Kunst, Geschichte, Geographie

 

Max Schneckenburger: Die Wacht am Rhein

Germain Muller: Dr Rhynn

Es finden sich unzählige literarische, künstlerische und musikalische Auseinandersetzungen zum Rhein als Grenzfluss zwischen Deutschland und Frankreich. Auch pädagogisch wurde in den letzten Jahren verstärkt zu dem Rhein als Grenzfluss, aber auch über den Rheinmythos an sich gearbeitet. Am 18. Oktober 2002 gab es am CRDP, dem Zentrum für pädagogische Fortbildung und Dokumentation in Strasbourg eine interdisziplinäre Tagung durchgeführt mit dem Titel vom 18.Oktober 2002: Le Rhin au fil des pages et des images, de Victor Hugo à nos jours. Dabei wurden Texte gelesen von Bruno de Chênerilles, Catherine Gier, Jean-Louis Hess, Germain Roesz, Peter Malutzki, Richard Wagner, Kurt Schwitters, Victor Hugo, Friedrich Hölderlin, u.a. Auf deutscher Seite sind die Veröffentlichungen des Pädagogischen Zentrums Rheinland-Pfalz zum Rhein interessant.

 

Literaturhinweise:

Pädagogisches Zentrum Rheinland-Pfalz: Projekt "Der Rhein schicksalhaft und sagenhaft", im Einzelnen:

- Der "mythische" Rhein (PZ-Information 19/2002).

- Der "sagenhafte" Rhein (PZ-Information 15/2001).

- Der Rhein - Das Rheintal als Durchgangsstation (PZ-Information 32/2000).

- Der Rhein in der Antike (PZ Information 20/1999).

Recht, Roland: Le Rhin. Vingt siècles d´art au coeur de l´Europe. Paris 2002.

 

Max Schneckenburger: Die Wacht am Rhein

Die Wacht am Rhein, 1840 von Max Schneckenburger (1819-1849) geschrieben, wurde zu einem der populärsten Marschlieder der wilhelminischen Epoche.

 

Max Schneckenburger: Die Wacht am Rhein (1840)

 

Es braust ein Ruf wie Donnerhall,

Wie Schwertgeklirr und Wogenprall:

Zum Rhein, zum Rhein, zum deutschen Rhein,

Wer will des Stromes Hüter sein?

Lieb' Vaterland, magst ruhig sein,

Lieb' Vaterland, magst ruhig sein,

Fest steht und treu die Wacht am Rhein!

Fest steht und treu die Wacht am Rhein!

 

Durch hunderttausend zuckt es schnell,

Und aller Augen blitzen hell;

Der Deutsche Jüngling, fromm und stark,

Beschirmt die heil'ge Landesmark.

Lieb' Vaterland, magst ruhig sein,

Lieb' Vaterland, magst ruhig sein,

Fest steht und treu die Wacht am Rhein!

Fest steht und treu die Wacht am Rhein!

 

Er blickt hinauf in Himmelsau'n,

Da Heldenväter niederschau'n,

Und schwört mit stolzer Kampfeslust:

Du Rhein bleibst deutsch wie meine Brust!

Lieb' Vaterland, magst ruhig sein,

Lieb' Vaterland, magst ruhig sein,

Fest steht und treu die Wacht am Rhein!

Fest steht und treu die Wacht am Rhein!

 

Solang' ein Tropfen Blut noch glüht,

Noch eine Faust den Degen zieht,

Und noch ein Arm die Büchse spannt,

Betritt kein Feind hier deinen Strand!

Lieb' Vaterland, magst ruhig sein,

Lieb' Vaterland, magst ruhig sein,

Fest steht und treu die Wacht am Rhein!

Fest steht und treu die Wacht am Rhein!

 

Und ob mein Herz im Tode bricht,

Wirst du doch drum ein Welscher nicht,

Reich, wie an Wasser deine Flut,

Ist Deutschland ja an Heldenblut!

Lieb' Vaterland, magst ruhig sein,

Lieb' Vaterland, magst ruhig sein,

Fest steht und treu die Wacht am Rhein!

Fest steht und treu die Wacht am Rhein!

 

Der Schwur erschallt, die Woge rinnt,

Die Fahnen flattern hoch im Wind:

Zum Rhein, zum Rhein, zum deutschen Rhein,

Wir alle wollen Hüter sein!

Lieb' Vaterland, magst ruhig sein,

Lieb' Vaterland, magst ruhig sein,

Fest steht und treu die Wacht am Rhein!

Fest steht und treu die Wacht am Rhein!

 

So führe uns, du bist bewährt;

In Gottvertrau'n greif' zu dem Schwert,

Hoch Wilhelm! Nieder mit der Brut!

Und tilg' die Schmach mit Feindesblut!

Lieb' Vaterland, magst ruhig sein,

Lieb' Vaterland, magst ruhig sein,

Fest steht und treu die Wacht am Rhein!

Fest steht und treu die Wacht am Rhein!

 

Aus: Gumz, Wolf-Dietrich/ Hennecke, Frank J.(Hrsg.): Rheinreise. Gedichte und Lieder. Eine Textsammlung. Stuttgart 1986, 233 f.

 

 

Anregung für den Unterricht

  • Besorgt Euch eine der zahlreichen Nachdichtungen auf dieses Lied und versucht selbst eine aktualisierte Fassung.

Autorin: Annette Kliewer

 

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