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Schuld sind nur die Killerspiele?

Bild: Joachim S. Müller, Lizenz: cc

Am 11. März jährt sich der Amoklauf von Winnenden, bei dem ein 17-Jähriger 15 Menschen und anschließend sich selbst tötete. In der darauf folgenden politischen und öffentlichen Diskussion ging es nicht nur um das vorherrschende Waffenrecht, sondern vor allem auch um die Rolle so genannter Killerspiele. Aktionsbündnisse wurden gegründet, die unter anderem das Verbot Gewalt verherrlichender Computerspiele, eine erhöhte Sensibilität für kindlichen Medienkonsum sowie einen verstärkten Jugendschutz auch im Internet forderten.

 

In starker Verkürzung der Zusammenhänge lieferten zahlreiche Medien in der sehr emotional geführten Debatte plakative Thesen zur Medienwirkung und betonten immer wieder die vermeintliche Verbindung zwischen virtuellen Spielwelten und realer Gewalt. Solche Erklärungsmuster greifen allerdings zu kurz, verlangen komplexe Sachverhalte wie ein Amoklauf doch eine differenziertere Darlegung.

 

Obwohl ein Amoklauf von der Sache her kein Medienthema darstellt, werden viele Medien den Jahrestag von Winnenden aufgreifen und die Ereignisse Revue passieren lassen. Wir haben in diesem Zusammenhang einige interessante Texte, Vorträge und Tagungen für Sie zusammengestellt, die sich mit den Themen Computerspiele, Gewalt und Medienwirkung beschäftigen.

 

Texte

Danny Kringiel:

Computerspiele 'lesen' lernen. - Grundlagen einer computerspielspezifischen Medienkompetenz.

 

Florian Rötzer:

Angst vor dem neuen Medium.

 

Michael Kunczik/ Astrid Zipfel:

Gewalttätig durch Medien?

 

Manuel Ladas:

Brutale Spiele(r)?

 

Mahha El-Faddagh/ Michael Nagenborg:

Gewalt ist eine Lösung - leider.

 

Wolfgang Fehr/ Jürgen Fritz:

Virtuelle Gewalt: Modell oder Spiegel? Computerspiele aus Sicht der Medienwirkungsforschung.

 

Lothar Mikos:

Kritik an der Gewaltforschung.

 

Karin Wenz:

Baumhaus oder Kaserne - Soziale Strukturen in "World of Warcraft".

 

Matthias Horx:

Die Reise mit den Söhnen. Das Computerspiel World of Warcraft und sein pädagogischer Nutzen.

 

Ingrid Möller:

Emotionen beim Konsum von Bildschirmspielen.

 

Tilo Hartmann:

Gewaltspiele und Aggression.

 

Wolfgang Schindler:

Computermedienpädagogik.

 

 

Vorträge

Renate Schepker:

Computerspielsucht. Entwicklungspsychologische Aspekte und erweiterte Diagnostik.

 

Tobias Rothmund:

Chancen und Risiken von Videospielen für die jugendliche Entwicklung.

 

Thomas Feibel:

Killerspiele im Kinderzimmer? Was wir über Computer und Gewalt wissen müssen.

 

Klaus Wölfling: Das Suchtpotential von Computerspielen aus der klinischen Perspektive.

 

 

Tagungen

Gewalt in den Medien.

 

Identität Krieger? Junge Männer in mediatisierten Lebenswelten.

 

Special "Computerspiele" auf MediaCulture-Online.