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Close-Up-Rhythm-Clip

(Die Anregung für diese Übung stammt von FRANS VAN LOKYEN

Medienpädagoge im CHICAM Club in den Niederlanden.)

Die Grundidee ist einfach. Die Kinder suchen sich Objekte aus, die Geräusche produzieren, und filmen diese in Nahaufnahme. Im Kameraschnittverfahren entsteht sukzessive eine Ton-Bild-Collage, deren Einstellungen möglichst kurz (ca. eine Sekunde) sein müssen (Ein Kameraschnitt entsteht, wenn eine Aufnahmesequenz durch Betätigen der roten Aufnahmetaste beendet wird und sich in einer neuen Einstellung eine weitere Aufnahme anschließt). Diese Form der Filmarbeit legt den Schwerpunkt zunächst auf die Tonebene.

 

  • Die Kinder/Jugendlichen müssen sich bei der Realisierung eines CloseUp-Rhythm-Clips mit ihrer Geräuschumwelt auseinandersetzen (Neuaneignung der Lebenswelt aus einer ungewohnten Perspektive).
  • Sie bilden Hypothesen bezüglich der Geräuschqualität und -intensität von Objekten und überprüfen sie handelnd direkt am Material.
  • Sie produzieren selbst Geräusche mit ihrem Körper.
  • Sie erkennen die Notwendigkeit, während der Aufnahmephasen Nebengeräusche (z. B. Gespräche) zu vermeiden.

 

Für die Bildebene lassen sich folgende Erfahrungs- und Kompetenzfelder nennen:

 

  • Die Kinder lernen die Aufnahmefunktion der Videokamera kennen. Sie eignen sich den Unterschied zwischen Aufnahme- und Stand-By-Modus an.
  • Sie werden dazu ermutigt, möglichst nah an die zu filmenden Objekte heranzugehen", ein Detail herauszugreifen und dieses geräuschvoll zu inszenieren. (Kinder und Videoanfänger neigen erfahrungsgemäß dazu, alles zu filmen. Sie verwenden primär Totaleneinstellungsgrößen und schwenken die Kamera, in der Hoffnung, nichts Entscheidendes zu verpassen, stets hin und her.)

 

Inhaltlich/thematisch besteht die Möglichkeit:

 

  • die Auswahl der Geräuschquellen einzugrenzen bzw. zu strukturieren (Bei Anfängern sollte man m. E. eher mehr Freiraum lassen und die Ubung nicht mit inhaltlichen Lernzielen überfrachten.)
  • Laute und Leise Geräusche im Wechsel (bzw. helle - dunkle Geräusche)
  • 'Geräusche der Schule', des Schulwegs, Geräusche im Zoo, ...
  • 'Sounds of Fear', 'Glücksgeräusche', ...

 

Es handelt sich bei dieser Übung um eine spielerische Art des Umgangs mit der Videokamera, die schnelle ästhetische Feedbacks gewährt. In einem Zeitraum von ca. 20 Minuten entstehen sehenswerte und interessante Ergebnisse, die gemeinsam gesichtet und besprochen werden sollten. In einer weiteren Vertiefung können die einzelnen Sequenzen am Schnittcomputer so bearbeitet werden, dass sich 'richtige Rhythmen' im Sinne einer Kontinuität von Zählzeit und Klangcharakter ergeben.

 

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Praxistipp: Filmisches Handwerk

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Filmisches Handwerk