Eduard Mörike
Biografische Daten
1804
Eduard Mörike wird am 8. September in Ludwigsburg als siebentes Kind des Stadt- und Amtsphysikus und herzoglichen Leibmedicus Karl Friedrich Mörike und dessen Ehefrau Charlotte Dorothea geboren.
1818 - 1822
Mörike besucht ab Oktober das "Niedere Theologische Seminar" in Urach. Es kommt zu einer Freundschaft mit Johannes Mährlen und Wilhelm Hartlaub.
1822
Er studiert im Tübinger Stift Theologie.
1823
Mörike trifft in Ludwigsburg erstmals auf die geheimnisvolle Schönheit und Schweizerin Maria Meyer, eine Begegnung, die später in den Peregrina-Gedichten ihren Niederschlag finden soll.
1824
Er weicht einer Wiederbegegnung mit Maria Meyer aus. Es folgt eine Krankheitsphase, gefolgt von einer "Flucht" nach Stuttgart zu Mutter und Schwester.
1825
Friedrich Theodor Vischer und David Friedrich Strauß treffen auf Mörike.
1826
Im Oktober legt Mörike sein theologisches Examen ab. Es beginnt die achtjährige Vikariatszeit mit Stationen in Oberboihingen, Möhringen, Köngen, Eßlingen, Pflummern, Plattenhardt, Owen an der Lauter, Eltingen bei Leonberg, Ochsenwang, Weilheim und Öthlingen.
1828
Der Versuch, die "Vikariatsknechtschaft" gegen die freie Tätigkeit als Schriftsteller zu tauschen, scheitert.
1829
Im August verlobt sich Mörike mit der Pfarrerstochter Luise Rau. Am 10. 12. 1831 schreibt Mörike seiner "teuersten Luise": Soeben werden mir zwei frische Leichen angezeigt. Ich könnte wahrlich einen Vikar brauchen, oder eine Vikaria, der ich nur diktieren dürfte. Ich wüsste so eine.
1832
Veröffentlichung des Romans "Maler Nolten".
1833
Lösung der Verlobung mit Luise Rau.
1834 - 1843
Mörike ist Pfarrer in Cleversulzbach und quittiert den Dienst auf eigenen Wunsch.
1851
Mörike heiratet die Katholikin Margarethe Speeth und unterrichtet in Stuttgart im Katharinenstift.
1852
Die Universität ernennt Mörike zum Dr. phil. h.c.
1853
Veröffentlichung des "Stuttgarter Hutzelmännleins".
1855
Geburt der Tochter Fanny; Theodor Storm besucht Mörike
1856
Die Novelle "Mozart auf der Reise nach Prag" wird publiziert.
1857
Geburt der Tochter Marie.
1873
Mörike trennt sich von Margarethe und versöhnt sich kurz vor seinem Tod wieder mit ihr.
1875
Am 4. Juni stirbt Mörike und wird am 6. Juni in Stuttgart beigesetzt.
Die Stadt Stuttgart scheut keine Kosten bei der Pflege des Grabes von Eduard Mörike (1804 - 1875). Auf dem Pragfriedhof findet man die letzte Ruhestätte des Dichters. Der Freund und Dozent für Ästhetik Friedrich Theodor Vischer sagte am 6. Juni 1875 am Grabe:
Es gibt eine Gemeinde - und nur in der Vergleichung mit der breiten Menge ist sie klein - eine stille Gemeinde, die sich labt und entzückt an deinen wunderbaren, hellen, seligen Träumen und die Wahrheit schaut in diesen Träumen. Es gibt eine Gemeinde, die den Dichter nicht nach rednerischen Worten schätzt, die den feineren Wohllaut trinkt, der aus ursprünglichem Naturgefühl der Sprache quillt.








