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Friedrich Schiller: 1759-1805

Friedrich Schiller hat ein sehr bewegtes Leben geführt, das Stoff für mehrere Filme hätte liefern können. Michael Davidis, Leiter der Bildabteilung des Deutschen Literaturarchivs in Marbach, setzte die Idee eines Films über Schiller in die Realität um und der Grafiker Karlheinz Groß übernahm die Gestaltung. Entstanden ist so der Film "Schiller erzählt sein Leben". In 15 Minuten werden unterhaltsam und in lockerem Ton die wichtigsten Stationen des Nationaldichters nachgezeichnet.

  Schiller erzählt sein Leben

 

1759

Am 10. November wird Johann Christoph Friedrich Schiller im württembergischen Marbach geboren. Seine Mutter heißt Elisabeth Dorothea, geb. Kodweiß, sein Vater ist der Militärwundarzt Johann Caspar Schiller. Schillers Schwester Christophine ist zwei Jahre älter als er.

 

1764

Die Familie siedelt nach Lorch über.

 

1766

Umzug der Familie in die Garnison Ludwigsburg, wo Schiller ab 1767 die Lateinschule besucht.

 

1773-1780

Schiller tritt in die Herzögliche Militärakademie ein, wo er ab 1775 Medizin studiert.

(Jürgen Schwarz schildert anschaulich die Ausbildung Schillers an der strengen Karlsschule.)

 

1781-1782

Schiller arbeitet als Militärarzt in Stuttgart und als Dichter.
1781 veröffentlicht er Die Räuber. Das Stück wird 1782 in Mannheim uraufgeführt. Um dabei zu sein, bleibt Schiller der Garnison unerlaubt fern. Wegen eines zweiten unerlaubten Aufenthalts in Mannheim wird er zu einem 14tägigen Arrest verurteilt und der Herzog verbietet ihm jede weitere dichterische Betätigung. Mit seinem Freund, dem Musiker Andreas Streicher, flieht er über Mannheim und Frankfurt nach Oggersheim. Schließlich gewährt ihm die Freifrau Henriette von Wolzogen in Bauerbach (Thüringen) Asyl.

 

1783

Schiller arbeitet als Bibliothekar in Meiningen. Mit Wolfgang Heribert Dalheim schließt er einen Vertrag als Theaterdichter in Mannheim ab. Fiesco und Kabale und Liebe werden uraufgeführt.

 

1785-88

Schiller lebt in Leipzig und in Dresden. Er schreibt unter anderem an der Ode an die Freude und an Don Carlos. 1987 reist er auf Einladung von Charlotte von Kalb nach Weimar. 1788 trifft er bei einem Besuch der Familie Lengefeld in Rudolstadt zum ersten Mal Goethe.

 

1789

Schiller wird unbesoldeter Professor für Geschichte an der Universität Jena. Er schließt Freundschaft mit Wilhelm von Humboldt.

 

1790

Heirat mit Charlotte von Lengefeld.

 

1791

Schiller erkrankt schwer an Lungen- und Rippenfellentzündung, wovon er nie mehr vollständig genesen wird.

 

1793

Schiller schreibt Über die ästhetische Erziehung des Menschen. Das Ehepaar Schiller übersiedelt nach Ludwigsburg und der Sohn Karl Friedrich Ludwig wird geboren.

 

1794

Schiller reist nach Weimar und besucht Goethe.

 

1796

Geburt des zweiten Sohnes Ernst Friedrich Wilhelm.

1799

Schiller beendet die Arbeit an Wallenstein und beginnt mit Maria Stuart. Die Famile zieht um nach Weimar.

Seine Tochter Karoline Henriette Luise wird geboren.

 

1802

Der Herzog Karl August verleiht Schiller den Adelstitel.

 

1804

Schiller stellt Wilhelm Tell fertig.

Geburt des jüngsten Tochter Emilie Henriette Luise.

 

1805

Schiller stirbt am 9. Mai in Weimar an Lungenentzündung.

 

Die Bilder wurden uns freundlicherweise vom Deutschen Literaturarchiv in Marbach zur Verfügung gestellt.

 

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Filmtipp für den Unterricht

Dichter der Freiheit
ca. 30 min | DVD-Video | D 2005
Ausleihbar über die Medienrecherche des LMZ.