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Betriebssysteme

Fliege am Monitor. Bild: www.pixelquelle.de

Das Betriebssystem (Operating System = OS) ist die zentrale Software des Computers: Es steuert die Ein- und Ausgabesysteme, verwaltet die gespeicherten Daten und dient als Basis für Anwenderprogramme. Betriebssysteme stellen darüber hinaus in der Regel eine Grundausstattung an Programmen bereit wie Internet-Browser, Bildbetrachtungs-Software oder einfache Textverarbeitungsprogramme.

 

Wenn Sie einen Computer einschalten, wird als erstes Programm das Bios (Basic Input Output System) gestartet. Es befindet sich in einem festen Speicher auf dem Motherboard. Das Bios führt einen Selbsttest durch und lädt dann das Betriebssystem. Das Bios verwaltet den Datenstrom zwischen den verschiedenen Hardware-Komponenten, bis diese Aufgabe vom Betriebssystem übernommen wird. Vom Betriebssystem hängt ab, wie viele Aufgaben das Bios übernimmt. Bei Linux oder neueren Windowsversionen wird es hauptsächlich für den Startvorgang benötigt.

Welches Betriebssystem?

Die Wahl des Betriebssystems hängt in erster Linie davon ab, für welchen Computer es verwendet wird: Welche Hardware soll verwaltet werden? Handelt es sich um einen Einzelplatzrechner oder ist er in ein Netzwerk eingebunden? Welche Programme sollen darauf ausgeführt werden? Arbeitet eine oder mehrere Personen an dem Computer? Aber es ist natürlich auch eine Frage der Kosten, ob ein kommerzielles Produkt wie Windows verwendet wird oder eine freie Software wie Linux. (Siehe dazu auch: Tipps zur Softwarebeschaffung)

 

Für den Heimcomputerbereich spielen eigentlich nur drei Betriebssysteme eine Rolle: Windows von der Firma Microsoft, MacOS von der Firma Apple und die Open-Source-Software Linux. Für Netzwerk-Server gibt es weitere relevante Betriebssysteme wie beispielsweise Unix oder Novel.

 

Programme wie Text- oder Bildbearbeitungssoftware, Internetbrowser oder Computerspiele sind für ein bestimmtes Betriebssystem geschrieben und können dann auch nur auf einem Computer installiert werden, der mit diesem Betriebssystem arbeit. Etliche, aber längst nicht alle Programme gibt es auch in verschiedenen Versionen für die jeweiligen Plattformen.

 

Windows:

Windows heißen eine Reihe von Betriebssystemen der Firma Microsoft, deren aktuellste Version Windows XP ist.

Das erste Betriebssystem von Microsoft war MS-DOS, das 1981 für die ersten PCs der Hardwarefirma IBM verwendet wurde. DOS wurde später um die grafische Benutzeroberfläche Windows erweitert und die Kombination von MS-DOS und Windows wurde marktführend im Heimcomputerbereich. Windows XP ist ein eigenständiges Betriebssystem, das nicht mehr auf DOS basiert.

 

MacOs:

Als die Firma Apple den Macintosh-Computer 1984 mit dem Betriebssystem MacOs herausbrachte, war das der erste Computer, der mit grafischer Benutzeroberfläche verkauft wurde. Das aktuelle Betriebssystem für den Mac heißt MacOS X. Den Grundstock von MacOS X bildet das auf Unix basierende Open-Source-Betriebssystem Darwin.

 

Unix:

Das Betriebssystem Unix wurde Ende der sechziger Jahre in den Bell-Laboratories entwickelt, einem Teil des amerikanischen Telefonkonzerns AT&T. Ausgehend von diesem System entstanden vielfältige kommerzielle und freie Unix-Versionen von unterschiedlichen Firmen und Entwicklern.

 

Linux:

Linux ist eine Unix-Variation, für die der Finne Linus Torvald 1991 die Grundlage entwickelte. Da der Quellcode von Linux offengelegt ist, liegt die Entwicklung des Betriebssystems nicht in der Hand von Einzelpersonen oder Konzernen, sondern bei einer weltweiten Gemeinschaft von Programmierern. Um die Installation auch für unerfahrene Nutzer zu vereinfachen, gibt es kommerzielle und nichtkommerzielle Distributionen wie SuSE oder Debian, bei denen notwendige Werkzeuge des Betriebssystems und verschiedene Programme zusammengestellt wurden.

 

Weiter zu: Softwarebeschaffung

 

Autoren: Andreas Konitzer/Henriette Carle, MediaCulture-Online

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