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Regierungserklärung des Bundeskanzlers am 17. Mai 1974 vor dem Deutschen Bundestag in Bonn.

Autor: Schmidt, Helmut
Erschienen: Bonn, 1988
Quelle: Bulletin, Nr. 60, Bonn, den 18. Mai 1974

Abstract

Am 6. Mai 1974 tritt Willy Brandt aufgrund der Spionage-Affäre um seinen persönlichen Berater Günter Guillaume von seinem Amt als Bundeskanzler zurück. Helmut Schmidt wird daraufhin am 16. Mai 1974 mit 267 Stimmen vom Bundestag zum neuen Bundeskanzler gewählt. Zu den großen Herausforderungen der Regierung zählen die Rezession und die Weltwirtschaftkrise, die Schmidt durch internationale Zusammenarbeit zu überwinden versucht.
In seiner Regierungserklärung vom 17. Mai 1974 legt Schmidt die Schwerpunkte seiner Arbeit fest: die Fortsetzung der bisherigen Wirtschafts- und Finanzpolitik, die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit und die Wiedererlangung der Geldwertstabilität. Des Weiteren betont er die Förderung der europäischen Einigung sowie die Sicherung des atlantischen Bündnisses. Pragmatismus ist das Schlagwort seiner Politik. "In einer Zeit weltweit wachsender Probleme konzentrieren wir uns in Realismus und Nüchternheit auf das Wesentliche, auf das, was jetzt notwendig ist". Mit dieser Aussage distanziert sich Schmidt klar von der visionären Politik Brandts.

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Schmidt, Helmut

Helmut Schmidt (* 1918 in Hamburg) war Oberleutnant im Zweiten Weltkrieg und geriet nach Kriegsende in Gefangenschaft. Nach seiner Freilassung begann er 1947 das Studium der Volkswirtschaftslehre, das er 1949 mit Diplom abschloss.
1946 trat Schmidt der SPD bei, 1966-1969 war er Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion, 1969-1972 Bundesverteidigungsminister und 1972-74 Bundesfinanzminister. 1974 wurde er schließlich zum Nachfolger von Bundeskanzler Willy Brandt gewählt, einen Posten den er bis 1982 inne hielt. In diesen Jahren hinterließ er auch kulturelle Spuren, die von seiner Liebe zur Bildenden Kunst und Musik zeugen.

 

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