Regierungserklärung von Willy Brandt am 28. Oktober 1969 vor dem Deutschen Bundestag in Bonn.Autor: Brandt, Willy |
AbstractNach den Bundestagswahlen 1969 schließen SPD und FDP eine sozial-liberale Koalition mit Willy Brandt als Bundeskanzler und Walter Scheel als Vize-Kanzler und Außenminister. Die vorliegende Regierungserklärung hält Willy Brandt am 28. Oktober 1969 vor dem Deutschen Bundestag in Bonn. Brandt verweist darin auf das Verhältnis der beiden geteilten deutschen Staaten und hält es für wichtig, "daß das Verhältnis zwischen den Teilen Deutschlands aus der gegenwärtigen Verkrampfung gelöst wird". Ein weiteres Auseinanderleben der Deutschen müsse verhindert werden. In diesem Zusammenhang gibt Brandt die Umwandlung des Ministeriums für gesamtdeutsche Fragen in das Ministerium für innerdeutsche Beziehungen bekannt. Außerdem stellt er geplante Reformen des Zivil- und Strafrechts, eine Bestandsaufnahme der Bundeswehr, und einen umfassenden Bildungsplan vor. |
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Brandt, Willy
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Willy Brandt wurde am 18. Dezember 1913 als Herbert Ernst Karl Frahm in Lübeck geboren. 1930 wurde er Mitglied der SPD, 1931 Mitglied der SAP (Sozialistische Arbeiterpartei). 1933 floh er vor dem Nazi-Regime nach Norwegen, wo er als Journalist tätig war. 1947 wurde Brandt wieder in Deutschland eingebürgert. Von 1957-1966 war er Regierender Bürgermeister von Berlin, von 1964-1987 Vorsitzender der SPD, 1966 bis 1969 Außenminister und schließlich Bundeskanzler von 1969 bis 1974. 1971 erhielt Brandt den Friedensnobelpreis für seine Entspannungs- und Ostpolitik. Am 8. Oktober 1992 starb Willy Brandt in Berlin.


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